27 bis 28 Zoll – das ideale Maß für echte Allrounder
Die Bildschirmdiagonale von 27 bis 28 Zoll hat sich als idealer Kompromiss für Nutzerinnen und Nutzer durchgesetzt, die keinen Spezialisierungskompromiss eingehen möchten. Kleinere 24-Zöller können die Pixeldichte einer WQHD-Auflösung (2560 × 1440 Pixel) nicht vollständig ausspielen; 32 Zoll und größer fordern am Schreibtisch deutlich mehr Abstand und können für Büroaufgaben unhandlich wirken. Bei 27 Zoll und WQHD ergibt sich eine Pixeldichte von rund 109 ppi – ausreichend für ein scharfes, detailreiches Bild bei üblichem Sitzabstand von 50 bis 70 cm. 27 Zoll ist aus unserer Sicht daher die am stärksten umkämpfte Monitorgröße überhaupt, was sich in der besonders breiten Modellpalette mit Varianten für nahezu jede Anwendung widerspiegelt.
Panel-Technologie: Warum kein TN-Panel in dieser Kategorie
Wer auf breite Allround-Abdeckung setzt, benötigt zwingend eine blickwinkelstabile Bilddarstellung. In dieser Bestenliste sind daher ausschließlich Modelle mit IPS-Panel (In-Plane Switching) oder modernen OLED-Technologien vertreten. Zwei OLED-Varianten dominieren das aktuelle Marktgeschehen: QD-OLED (Samsung Display) und WOLED (LG Display). IPS überzeugt mit hoher Farbtreue, Blickwinkeln bis 178° und solider Helligkeit; OLED setzt noch eins drauf mit echtem Schwarz, nahezu unbegrenztem Kontrastverhältnis und Reaktionszeiten von bis zu 0,03 ms. Beide Technologien eignen sich für den Allround-Betrieb – OLED mit klaren Vorteilen in Kontrast und Spielperformance, IPS mit Vorzügen bei Stromverbrauch und Textdarstellung.
Gaming: Bildrate, Reaktionszeit und Sync-Technologien
Im Gaming-Betrieb zählen vor allem drei Faktoren: Bildwiederholrate, Reaktionszeit und Adaptive-Sync-Unterstützung. Aktuelle Allround-Monitore der 27-Zoll-Klasse reichen von soliden 144 Hz bis zu außergewöhnlichen 500 Hz bei Top-Modellen mit QD-OLED-Panel. Für die Mehrheit der Spieler – ob in Actiontiteln, Rollenspielen oder Strategiespielen – bildet ein Bereich von 144 bis 240 Hz eine hervorragende Basis. Entscheidend für ruckelfreie Darstellung ist zudem die Unterstützung von G-Sync (Compatible) oder AMD FreeSync: Beide Protokolle synchronisieren Bildrate von Grafikkarte und Monitor dynamisch und verhindern so Tearing und Mikroruckler. Modelle ohne grundlegendes Sync-Protokoll finden sich in dieser Selektion nicht. Wer Konsolen anschließen möchte, profitiert zusätzlich von HDMI-2.1-Eingängen, die 4K bei bis zu 120 Hz übertragen können.
Office: Ergonomie als Kernanforderung
Für den täglichen Office-Einsatz ist eine durchdachte Ergonomie unverzichtbar. PRAD setzt für die Aufnahme in diese Kategorie voraus, dass jedes Modell mindestens Höhenverstellung, Neigungsanpassung, seitliche Drehung (Schwenken) und den Pivot-Modus (90°-Drehung ins Hochformat) bietet. Ausnahmen bilden Curved-Modelle, die in der Regel keine Pivot-Funktion bieten. Der Pivot-Betrieb ist besonders nützlich beim Lesen langer Dokumente, beim Programmieren oder bei der Arbeit mit vertikalen Layouts, da erheblich mehr Inhalt auf einen Blick sichtbar wird. Fehlende ergonomische Verstellmöglichkeiten führen in unseren Testberichten zu Abwertungen. Ergänzend spielen augenschonende Eigenschaften wie Flicker-Free-Technologie (gleichmäßige Hintergrundbeleuchtung ohne störendes Flimmern) und ein anpassbarer Blaulichtfilter eine wichtige Rolle bei langen Arbeitssessions.
Bildbearbeitung: Farbtreue und Farbraumabdeckung
Wer Fotos, Grafiken oder Videos am Monitor bearbeitet, braucht eine hohe Farbraumabdeckung und möglichst geringe Farbabweichungen. Relevant sind hier vor allem drei Farbräume: sRGB (Standard für Internetdarstellung und Windows-Workflows), DCI-P3 (Referenzfarbraum für digitales Kino und Videoproduktion) sowie Adobe RGB (erweitert, relevant für Druckvorstufe und professionelle Fotografie). Aktuelle IPS-Allrounder erreichen im Vergleich typischerweise über 95 % des sRGB-Farbraums; viele Modelle decken zudem 90 % DCI-P3 oder mehr ab. Bei QD-OLED-Displays sind Werte von über 99 % DCI-P3 verbreitet. Für die Farbverbindlichkeit entscheidend ist der Delta-E-Wert: Ein Wert unter 3 ist für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar, unter 2 gilt als exzellent. In dieser Allrounder-Selektion finden sich keine Modelle mit schwerwiegenden Farbschwächen – professionelle Grafikmonitore mit Hardware-Kalibrierung werden jedoch nicht ersetzt.
Auswahlkriterien und Aufnahmebedingungen dieser Bestenliste
In die Top-10-Bestenliste für 27- bis 28-Zoll-Allround-Monitore schaffen es ausschließlich Modelle, die in allen vier Disziplinen – Gaming, Office, Bildbearbeitung und Video – mindestens eine befriedigende Bewertung in unseren Tests oder in vergleichbaren unabhängigen Fachurteilen erreicht haben. Modelle mit gravierenden Schwächen in auch nur einer Disziplin sind von der Selektion ausgeschlossen. Neben der reinen Bildqualität fließen Anschlussvielfalt (HDMI, DisplayPort, USB-C mit Power Delivery), Verarbeitungsqualität und die vollständige ergonomische Ausstattung in die Bewertung ein. Genannte Schwächen in der jeweiligen Produktbeschreibung bezeichnen zumeist nur befriedigende – nicht schlechte – Einzelwerte oder fehlende Komfortmerkmale wie integrierte Lautsprecher. Die Liste wird regelmäßig überarbeitet und spiegelt den aktuellen Stand des Marktes wider.
Unsere Auswahlkriterien: Transparenz für Leser
Da der Monitormarkt sehr schnelllebig ist, durchlaufen nicht alle hier gelisteten Modelle unseren vollständigen, mehrtägigen Testparcours. Dennoch profitieren Sie von unserer Expertise: Wir vergleichen die Messwerte unserer eigenen Tests mit den Spezifikationen und Panel-Daten neuer Modelle. Außerdem informieren wir uns über Testergebnisse anderer Medien und Nutzererfahrungen. So stellen wir sicher, dass nur Monitore in die Top 10 einziehen, die ein erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis oder technologische Bestwerte bieten.
Wie hat Ihnen unsere Auswahl gefallen? Vermissen Sie vielleicht ein Modell, das es Ihrer Meinung nach in die Top 10 geschafft haben sollte? Senden Sie uns Ihren Vorschlag doch bitte über den lila Button oben auf der Seite oder hinterlassen Sie einen Kommentar.
FAQ Top 10 Allround-Monitore
Ein Allround-Monitor ist ein Bildschirm, der für mehrere Einsatzbereiche gleichzeitig taugt – etwa Büroarbeit, Gaming und Bildbearbeitung –, statt sich auf einen einzigen Zweck zu spezialisieren. Die oft zitierte „eierlegende Wollmilchsau“ gibt es dabei nicht: Kein Monitor ist für alle Aufgabengebiete gleichermaßen geeignet, und Allround-Modelle bieten von jedem Einsatzzweck etwas, aber nicht das Optimum in jedem Bereich. Eine detaillierte Hilfestellung und Schritt-für-Schritt-Analyse finden Sie in unserer ausführlichen Kaufberatung.
Wenn Sie schwanken, welches Modell aus der Bestenliste am besten auf Ihren Schreibtisch passt, können Sie die technischen Spezifikationen und Ausstattungsmerkmale Ihrer Favoriten in unserem Monitorvergleich direkt gegenüberstellen. So sehen Sie auf einen Blick, welches Gerät insbesondere eine bessere Ergonomie oder mehr digitale Signaleingänge bietet.
Wenn Sie ganz genaue Vorstellungen haben, insbesondere hinsichtlich einer bestimmten Hertz-Zahl, spezieller Anschlüsse oder eines festen Budgets, ist unsere umfassende Monitor-Suche das perfekte Werkzeug. Damit können Sie unsere riesige Datenbank nach Ihren eigenen Kriterien durchsuchen und finden blitzschnell das passende Modell.
IPS bleibt für reine Allround-Nutzung meist die praktischste Wahl, da es stabile Farben und große Blickwinkel bietet und heute den Markt für Grafik-, Office-, Gaming- und Allround-Anwendungen dominiert. Auch preislich ist die Technologie empfehlenswert.
OLED bietet die beste Bildqualität (tiefstes Schwarz, höchster Kontrast, sehr schnelle Reaktionszeiten). Das Burn-in-Risiko wurde bei neueren Panel-Generationen deutlich reduziert, aber nicht vollständig ausgeschlossen – für reine Büro-/Textarbeit mit vielen statischen Inhalten gilt IPS weiterhin als die sicherere Wahl. Mehrere Hersteller bieten inzwischen mehrjährige Garantien an, die explizit auch Burn-in-Schäden abdecken, meist unter der Bedingung, dass die eingebauten Schutzfunktionen aktiviert bleiben und der Monitor normal genutzt wird.
Ein moderner Monitor sollte HDMI 2.1 für 4K bei 120/144 Hz, DisplayPort 1.4 sowie USB-C mit Power Delivery bieten, damit man ein Notebook über nur ein Kabel laden und gleichzeitig das Bild übertragen lassen kann. Bei USB-C sollte man auf mindestens 90 Watt Power Delivery achten. Wichtig dabei: Die tatsächlich nutzbare Ladeleistung hängt zusätzlich vom verwendeten Kabel und vom jeweiligen Notebook ab, da Monitor, Kabel und Gerät die Leistung untereinander aushandeln.
Wo würde sich dieser hier ca. einordnen?
https://www.prad.de/testberichte/test-acer-cp3271k-grafik-monitor-auch-fuer-gamer/
Oder wurde der aus einem bestimmten Grund nicht hier aufgenommen?
Ich besitze einen ViewSonic XG2703-GS (mit dem ich eigentlich ganz zufrieden bin) und schwanke zwischen dem Acer und dem ViewSonic XG270QG als neuen Hauptmonitor.
Der Test mit einem LG 38UC99-W verlief niederschmetternd, InputLag aus der Hölle. :-/
Vielen Dank. 🙂
Liebes team,
bitte benutzt keine Gallery für solch eine Übersicht. Vor Allem bitte keine, welche bei jedem Weiterklicken ein Neuladen der Seite benötigt. Es ist wirklich nervenaufreibend, wenn man sich einen Überblick über eure Top 10 verschaffen will und im Endeffekt unnötig, eine einfache scrollbare Liste tut es doch auch…
LG
Ich möchte mich dem Wunsch anschließen. Vll. gibt es eine andere Lösung die auch Klicks generiert, aber weniger nervig zu navigieren ist. Man muss bei jedem Klicken auch wieder scrollen.. 🙁
Ich finde, die Bestenlisten wwrden ein wwnig vernachlässigt. Die Allrounder stammen noch aus März 2018. Ich kann nicht glauben, dass ein Asus aus 2015 in 2020 noch immer Mass aller Dinge sein soll. Zumal Herstellerangaben schon mal nicht stimmen.
Da ich Prad schon im Prinzip für Objektiv halte, muss nun endlich gefragt werden, wann den diese Rubrik endlich aktualisiert werden wird. Ich halte es auch für Prad wichtig, dass die Listen der Top 10 immer aktuell sind.
Ich stehe vor der Anschaffung eines 27″ allrounders und wäre für neue Infos sehr dankbar
Du sprichst mir aus der Seele.
Ich würde mich auch riesig freuen, wenn genau diese Liste ein zeitnahes Update bekommen würde.
Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie es Monitore ohne Test in diese Liste schaffen.
Laut Datenblatt sollte der Iiyama doch freesync haben???
Ist wohl übersehen worden, ist sicherlich ein guter Monitor der da rein gehört.
Warum kommt der mit „sehr gut“ bewertete Fujitsu P27-8 TE Pro bei den Top-10 überhaupt nicht vor?
Was ist mit dem Viewsonic XG2703-GS?
Rein von den technischen Daten ist das sicherlich ein Kandidat. Nur können wir eher Monitore beurteilen, die wir auch selbst getestet haben. Das triff natürlich insbesondere auf die Farbdarstellung zu. Beim XG2703-GS scheint es größere Fertigungstoleranzen zu geben was Glow, Ausleuchtung und Pixelfehler angeht. Das habe ich zumindest aus diversen Kommentaren entnehmen können.