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TESTBERICHT: Samsung 245T Teil 14


FarCry in 1.920 x 1.200

Was Gelegenheitsspieler anbelangt, geben wir grünes Licht: Die Schlierenbildung ist in Spielen wie Counterstrike: Source, Unreal Tournament 2004, FarCry oder Serious Sam 2 minimal und fällt dem Gelegenheitsspieler auch nicht störend auf.

Allerdings werden bei "Progamern" häufig kreisende oder besonders schnelle, ruckartige und gleichzeitig zielgenaue Bewegungen verlangt, so dass das nicht perfekt abgestimmte Overdrive an seine Grenzen stößt. Hier wird der genau hinschauende Hardcore-Gamer sich Sorgen um seine Treffsicherheit machen.


Auf dem linken Bild sehen sie den Vergleich zwichen dem Samsung 245T (links) und einem CRT-Monitor (rechts): Durchschnittlich 2,5 fps Latenz liegen im akzeptablen Bereich und sind für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar. Erst wenn zusätzliche Latenzen von Maus oder PC hinzu addiert werden , könnte es zu einem spürbaren Lag kommen.

Hinzu kommt noch der mit im Schnitt 39 ms bzw. 2,5 Frames ermittelte Input-Lag. Für Gelegenheitsspieler spielt das keine Rolle, wer aber als Hardcore-Gamer Wert auf einen blitzschnell reagierenden TFT-Monitor legt, für den ist der Samsung 245T nicht die erste Wahl.

Motion Picture Accelerator-Technologie (MPA)

Der Samsung SyncMaster 245T verfügt als erster Consumer Monitor über ein Impuls gesteuertes Backlight. Die Motion Picture Accelerator-Technologie (MPA) soll die Wahrnehmungsschwäche des menschlichen Auges kompensieren und die von LCDs bekannte Bewegungsunschärfe eliminieren.

Verantwortlich hierfür ist die Trägheit unserer Augen, die ein helles Bild einige Millisekunden lang "speichern", bis es verblasst. Weil bei LCDs im Gegensatz zu CRTs die Pixel konstant leuchten, während sich ein Objekt über den Bildschirm bewegt, entsteht im Auge eine Unschärfe, da das alte Bild noch nicht verblasst ist.

Die MPA-Technik basiert auf einem Impuls gesteuerten Backlight. Ist MPA aktiviert, wird das Backlight im Takt der Vertikalfrequenz von 60Hz, also sechzigmal die Sekunde, wie ein Stroboskop ein- und ausgeschaltet. Wie beim Röhrenmonitor, wo die Bildpunkte immer nur kurz aufleuchten, sorgt MPA dafür, dass das alte Bild im Auge verblassen kann, bevor das neue angezeigt wird: Die Bewegungsunschärfe wird minimiert oder ist gar nicht mehr wahrnehmbar.


Genauso schnell wie sich MPA einstellen lässt, lässt es sich auch ausstellen – Knopfdruck genügt.

Der SyncMaster 245T hat an der Vorderseite einen eigenen Knopf, um MPA ein- oder auszuschalten. Das erweist sich in der Praxis als sehr günstig, denn MPA ist im normalen Desktopbetrieb schlicht und einfach nervig. Wie bei einem alten Fernsehgerät mit 60Hz flackert der Bildschirm und sorgt nach einer Weile für Kopfschmerzen.

Aber die MPA-Funktion ist schließlich auch für bewegte Bildinhalte da, wie sieht es also bei Filmen aus? Hier nimmt man das Flackern viel weniger stark wahr. Nur bei unbewegten, einfarbigen Flächen ist es wieder erkennbar. Beim Spielen eines Ego-Shooters, wie beispielsweise Unreal Tournament, ist rein gar nichts vom Flackern mehr zu sehen.

Allerdings bleibt der Aha-Effekt aus. Subjektiv konnten wir im Blind-Test beim Spielen keinen Unterschied feststellen und nicht sagen, ob MPA aktiviert oder deaktiviert war. Wohl aber ist in synthetischen Tests eine Verbesserung sichtbar: Eine sich konstant über den Bildschirm bewegende Vulkanlandschaft sieht mit MPA schärfer aus. Auch Schlieren im PixPerAn-Test verkürzen sich, weil die Bewegungsunschärfe als Zusatzfaktor wegfällt.

Letztendlich ist MPA ein nettes Zusatzfeature, dessen Effekt stark von der subjektiven Wahrnehmung abhängig ist und das aufgrund des grauenhaften Flackerns im Desktop-Betrieb Gott sei Dank auch abschaltbar ist. Möglicherweise wäre die positive Wirkung bei einem insgesamt reaktionsschnelleren TN-Panel deutlicher sichtbar.

Für die Industrie erfüllt MPA seinen Zweck: Schließlich ist es ursprünglich für die scharfe Anzeige von Röntgenbildern während der Gepäckkontrolle an Flughäfen konzipiert. Und bei konstant über den Bildschirm laufenden Bildern ist die Wirkung von MPA noch am ehesten sichtbar.

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