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TESTBERICHT: HP LP2475w Teil 7


Software

Auf der im Lieferumfang enthaltenen CD befinden sich die beiden Programme HP Display Assistant und HP Display LiteServer.

Der HP Display Assistant soll bei der Einstellung des Monitors behilflich sein. Diese Software hat sich jedoch als nur beschränkt nutzbar herausgestellt. Die in der Software enthaltenen Testbilder, die z.B. zur Justierung der Helligkeit oder des Kontrastes vorgegeben werden, sind viel zu grob um eine halbwegs korrekte Einstellung vorzunehmen. So fallen die hellsten Werte bei diesen Testbildern nicht mal dann zusammen, wenn man den Kontrastwert auf 100 stellt, obwohl dann bereits ein gut sichtbarer Teil aller Farben übersättigt wird.

Bevor die Software mit Bildern ausführlicher dokumentiert werden konnte, versagte sie jedoch auch leider den Dienst, da sie nach einem Update verlangte, welches es nicht gibt. Die Auto-Update-Funktion ist noch aktivierbar und man kann sich auch noch die Informationen des angeschlossenen Monitors anzeigen lassen, aber die Funktionen aller weiteren Schaltflächen zur Justierung der Einstellungen sind ohne Funktion.

HPs Display Assistant Software verlangt nach einem Update, aber die daraufhin geöffnete Website bestätigt, dass die Software bereits auf dem neuesten Stand ist.

Auch eine Deinstallation und erneute Installation hat in diesem Fall nicht geholfen. Eventuell liegt hier eine Inkompatibilität mit den neusten Grafikkartentreibern vor.

Der Display Assistant ist darüber hinaus ein mächtiges Werkzeug, da er auch eine Fernwartung und Remote-Einstellung und -Kalibrierung des Monitors im Netzwerk zulässt sowie eine Sperrung des OSDs ermöglicht. Darüber hinaus soll ein Diebstahlschutz sowie das Verwalten von Sicherheit und Inventar über das DDC/CI-Protokoll des angeschlossenen PCs möglich sein. Selbst wenn die Software auf unserem System funktioniert hätte, so würde eine vollständige Beschreibung den Rahmen dieses Artikels bei weitem sprengen.

Die Zweite Software nennt sich HP Display LiteSaver und erlaubt einen erweiterten Zugriff auf die Energiesparoptionen. Sie soll helfen den Monitor nicht unnötig lang eingeschaltet zu lassen. Im Wesentlichen kann man hier festlegen, nach welcher Zeit oder auch zu welcher Uhrzeit der Monitor automatisch in einen "low-power Sleep mode" geschaltet werden soll. Somit kann Energie gespart und die Haltbarkeit der Hintergrundbeleuchtung verlängert werden.

Bildqualität

Im Inneren des HP LP2475w arbeitet ein hochwertiges S-IPS-Panel, was in einem Gerät für gerade knapp über 500,00 Euro schon eine Besonderheit darstellt. Dieses Panel besitzt eine Reaktionszeit von 6 ms bei Grau-zu-Grau- bzw. 12 ms bei Schwarz-zu-Weiß-Wechseln, was auch für eine Videowiedergabe und gelegentliche Computerspiele ausreichen sollte.

Im Auslieferungszustand ist das Bild mit 5745K nicht nur zu warm eingestellt, sondern driftet auch leicht ins grünliche ab, was etwas verwundert, da das OSD als Voreinstellung 6500K anzeigt. Die Helligkeit liegt bei einer Einstellung von 90 bereits auf dem erzielbaren Maximum von 380 cd/m², was nur knapp unter der Herstellerangabe von 400 cd/m² liegt. Die minimal erreichbare Helligkeit wird bei einer Einstellung von 0 erreicht und beträgt 104 cd/m², wodurch für jede Kalibrierung die erwünschte Helligkeit erreicht werden kann.

In feinen Grauverläufen sind keinerlei Ungleichmäßigkeiten oder gröbere Farbabstufungen zu sehen, es existiert also kein Banding. Nur der schlecht justierte Weißpunkt trübt das Bild.

Ab Werk bietet der unverstellte Benutzerfarbmodus die beste Voreinstellung, die die neutralste Bildwiedergabe und einen guten Weißpunkt mit annähernd 6500K bietet. Obwohl das Handbuch den sRGB-Modus besonders hervorhebt, ist der nachgemessene Weißpunkt mit 5706K enttäuschend. Der 9300K Farbmodus liegt mit 7316 K ebenfalls weit neben dem Zielwert.

Zum Glück gibt es aber den Benutzerdefinierten Modus, der eine präzise Einstellung erlaubt und schon ab Werk gute Resultate bei der Darstellung des sRGB Farbraums liefert. Hier setzen wir im Folgenden natürlich an und werden im Rahmen der Kalibrationen weitere Feineinstellungen vornehmen.

Bei einer genaueren Betrachtung von Graukeilen können keinerlei Verschlechterungen ausgemacht werden, wenn man die Helligkeit auf 0 oder auf 100 justiert.

Der Kontrastregler sollte auf der Vorgabe von 80 belassen werden, da es bei einer weiteren Erhöhung zu einer Übersättigung der Farben kommt, so dass am oberen Ende der Farbpaletten die hellsten 5 Prozent der Abstufungen verloren gehen. Bei einer Verringerung des Kontrastes gehen keine Farbwerte verloren, dafür erscheint Weiß leicht gräulich.

Blickwinkel

Die Blickwinkel des verbauten S-IPS-Panels sind, wie es für diesen Paneltyp üblich ist, sehr groß. Die in den Spezifikationen angegebenen 178 Grad können wohl mit Leichtigkeit erreicht werden, ohne dass es zu sichtbaren Farbverfälschungen kommt. Im Bild für Blickwinkelabhängigkeiten ist eine leichte Aufhellung bei Betrachtung von unten und oben zu erkennen, die zum Teil auf die Resthelligkeit im Raum zurückzuführen ist.

Abgebildet sind die Blickwinkelabhängigkeiten bei sehr steiler Betrachtung von oben, unten, links und rechts. Mittig ist als Referenz das Bild bei frontaler Betrachtung zu sehen.

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