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TESTBERICHT: Dell U2711 Teil 7


Der Kontrastregler liegt in der Werkseinstellung bei 50 Prozent und sollte in den meisten Fällen auch dort belassen werden. Bei Zuspielung per DVI über den Rechner konnten wir bei Veränderungen keine weiteren Tonwerte sichtbar machen. In der Werkseinstellung sind dunkle Tonwerte aber der ersten Stufe sichtbar. Am anderen Ende des Helligkeitsspektrums sind nur die zwei hellsten Tonwerte nicht mehr differenzierbar.

Minimal schlechter fällt das Ergebnis im sRGB- und Adobe-RGB-Modus aus. Hier sind dunkle Tonwerte erst ab der dritten Stufe sichtbar und auch die drei hellsten Tonwerte werden nicht mehr unterscheidbar aufgelöst.

Bei 100 Prozent Helligkeit messen wir eine Leuchtdichte von 341 cd/m² und erreichen damit etwa die Werksangabe von 350 cd/m². Dieser Wert macht den hohen Regelungsbereich der Hintergrundbeleuchtung (minimal 65 cd/m²) eindrucksvoll deutlich.

Blickwinkel

Die Werksangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Die Angaben beruhen auf einem Restkontrast von 10:1. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte. Auch TN-Panels erreichen ähnliche Blickwinkel auf dem Papier, dies aber bei einem Restkontrast von 5:1. Damit sind die Werte nicht vergleichbar. Außerdem werden weitere, farbmetrische Veränderungen nicht die Angabe einbezogen.

Wichtiger als die Blickwinkelangabe unter Einbeziehung des Restkontrastes, ist daher die tatsächliche, subjektive Blickwinkelstabilität ohne sichtbare Farbverfälschungen, Negativeffekte oder Veränderung anderer Bildparameter.

Blickwinkel des DELL U2711

Prinzipiell können wir uns an dieser Stelle nur wiederholen, denn Geräte mit gleichem Panel unterscheiden sich in Bezug auf den Blickwinkel nicht. Zumindest gilt dies für den Fall, dass keine weiteren "Tuningmaßnahmen" durchgeführt werden. Im Hinblick auf das auch im DELL U2711 zum Einsatz kommende H-IPS Panel, spielen wir damit natürlich auf den A-TW Polarisator an, den wir bei aktuellen Geräten wehmütig vermissen.

Der DELL U2711 präsentiert ein blickwinkelstabiles Bild, das weder größere Farbverfälschungen noch Veränderungen in der Gradation offenbart. Bis auf ein Absinken des Kontrastverhältnisses und einem Aufscheinen dunkler Tonwerte, erhält man also auch aus dem Winkel eine aus farbmetrischer Sicht brauchbare Darstellung.

Bei der Panelgröße von 27-Zoll ist man auch im normalen Arbeitsabstand und frontaler Betrachtung durchaus von letztgenanntem Effekt betroffen. Bei einer Einstellung des oberen Bildschirmrandes auf Augenhöhe ist ein Abstand von etwa 110 cm nötig, um diesen Effekt fast vollständig zu umgehen.

Natürlich kann man auch abseits dieses praxisfremden Arbeitsabstandes problemlos mit dem DELL U2711 arbeiten. Im Vergleich zu einem S-PVA Panel wirkt der Schwarzwert dadurch meist etwas schlechter, trotz eventuell sogar besserer Messwerte. Dafür leiden aber auch aktuelle S-PVA Panels an einem Gammashift als Blickwinkeleffekt. Im Gegensatz zu den Aufhellungen eines H-IPS Panels, ist das durchaus von farbmetrischer Bedeutung.

Während ein H-IPS Panel mit A-TW Polarisator das derzeitige Optimum in Bezug auf die Blickwinkelstabilität darstellt, rangiert die Variante Ohne also leicht dahinter. Egal ob Gammashift oder Aufhellungen: Ein echtes Ausschlusskriterium werden solche Effekte nur für wenige Benutzer sein. Schon mangels entsprechender Alternativen bewerten wir die Blickwinkelstabilität daher auch ohne A-TW Polarisator weiter mir sehr gut.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den DELL U2711 bezüglich seiner Farbechtheit überprüft und getestet, wie gut sich der TFT-Monitor kalibrieren lässt. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für die Grafik- und Fotobearbeitung interessant. Für den Office-Betrieb und Spiele sind sie größtenteils vernachlässigbar, da bei diesen Anwendungen der subjektive Eindruck überwiegt.

Zunächst haben wir den maximalen Farbraum des TFTs ermittelt und einerseits mit dem Druckfarbraum Isocoated und andererseits mit den Farbräumen sRGB, AdobeRGB und ECI-RGB 2.0 verglichen.

Farbraumvergleich

sRGB ist gewissermaßen der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Zudem geht Windows von sRGB aus, wenn zu einem Gerät oder einer Grafikdatei kein Farbprofil vorliegt.

Zum Funktionieren dieser "sRGB-Kette" ohne Farbmanagement müssen allerdings alle beteiligten Komponenten die Spezifikationen erfüllen (und dürfen Sie, in Bezug auf den Farbraum, auch keinesfalls "übererfüllen").

Viele Farbdrucker arbeiten auf Normalpapier mit dem sRGB-Profil. Auch deshalb ist der sRGB-Farbraum im Gegensatz zum ISOcoated-Druckfarbraum für "Normalanwender" von Bedeutung.

Interessant ist der Vergleich zum ISOcoated-Farbraum des Offsetdrucks, da dieser in der Regel dem Mindesten entspricht, was aktuelle Tintenstrahldrucker bewältigen können. Viele moderne Tintenstrahldrucker und Druckverfahren decken darüber hinaus einen noch größeren Bereich ab.

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