Test 21:09 Curved Monitor ViewSonic VP3881
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Interpolation

Der Bildschärferegler wirkt auch an den digitalen Eingängen und steht ab Werk auf Stufe 50. Wir haben für unseren Test die Einstellung so belassen. Für von der nativen Auflösung abweichende Eingangssignale bietet der VP2785-4K die Optionen „Fläche ausfüllen“ (ggfls. verzerrt), 4:3 und auch eine pixelgenaue 1:1-Darstellung an.

Testgrafik nativ
Testgrafik nativ
Testgrafik 1920 x 1080 (Vollbild)
Testgrafik 1920 x 1080 (Vollbild)
Testgrafik nativ
Testgrafik nativ
Testgrafik 1280 x 720 (Vollbild)
Testgrafik 1280 x 720 (Vollbild)

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Die Interpolation der Full-HD-Auflösung 1080p gelingt dem ViewSonic VP3881 genauso ansprechend wie die 720p-Auflösung. Die notwendige Pixelvergrößerung wird wie üblich hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

Eine Option für eine verzerrungsfreie, maximal Bildfläche-füllende Darstellung konnten wir im OSD allerdings nicht finden. Das ist angesichts des 24:10-Formats schon ein ernsthaftes Manko, wenn man darauf angewiesen ist, dem Display andere Auflösungen zuzuspielen.

Textwiedergabe nativ
Textwiedergabe nativ
Textwiedergabe 1920 x 1080 (Vollbild)
Textwiedergabe 1920 x 1080 (Vollbild)
Textwiedergabe nativ
Textwiedergabe nativ
Textwiedergabe 1280 x 720 (Vollbild)
Textwiedergabe 1280 x 720 (Vollbild)

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden das Kolorimeter X-Rite i1 DisplayPro und das Spektrophotometer X-Rite i1 Pro eingesetzt.

Farbraumvergleich in CIELAB (D50)

Die folgenden Darstellungen basieren auf den farbmetrischen Daten nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt. Das Bezugsweiß für die Aufbereitung in CIELAB ist D50 (adaptiert mit Bradford).

Weißes Volumen: Bildschirmfarbraum

Schwarzes Volumen: Referenzfarbraum

Buntes Volumen: Schnittmenge

Vergleichsziele: sRGB

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Farbraumabdeckung nach der Hardware-Kalibration.

Abdeckung des sRGB-Farbraums 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums 2

Die folgende Tabelle fasst die Ergebnisse jeweils für das Werks-Preset und nach der Hardware-Kalibration zusammen.

Farbraum Abdeckung im Werks-Preset Abdeckung nach Kalibrierung
sRGB 96 % 100 %
Adobe RGB nicht ermittelt 69 %
ECI-RGB v2 nicht ermittelt 61 %
ISO Coated v2 (FOGRA39L) nicht ermittelt 90 %

Die vom Hersteller versprochene Farbraumabdeckung von je 99 % sRGB und Rec. 709 können wir somit auch mit unseren Messungen gut nachvollziehen.

Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben.

Bildmodus: Angepasst
Helligkeit: 100
Kontrast: 70
Gamma: 2,2
Farbtemperatur: Native
RGB: 100/98/100
Color-Gamut: Native bzw. Custom
DUE Priority: k.A.
Schärfe: 50
Reaktionszeit: Standard

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Graubalance in der Werkseinstellung, Bildmodus "Angepasst"
Graubalance in der Werkseinstellung, Bildmodus „Angepasst“

Wie bereits aus der subjektiven Beurteilung zu vermuten, liefert der ViewSonic VP3881 bereits ab Werk eine ausgezeichnete Graubalance. Der Weißpunkt liegt mit 6600 K fast punktgenau beim Soll. Das Gamma verläuft weitgehend linear und liegt im Durchschnitt bei 2,16.

Die ausführlichen Testergebnisse zum ViewSonic VP3881 können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus "sRGB"
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus „sRGB“

Über den Menüpunkt „Standard Color“ bietet der ViewSonic VP3881 zahlreiche Werks-Presets an. Darunter sind auch sRGB und Rec. 709. Im sRGB-Modus ist der Gammaverlauf sehr gut an die Normkurve angepasst. Die Graubalance ist im Durchschnitt (Delta-C-Average: 0,31) immer noch sehr gut, hat sich bei der Range (Delta-C-Range: 1,46) aber etwas verschlechtert.

Farbraumabdeckung (96 %) und Farbabweichungen (Delta-E94-Average: 0,83) sind sehr gut. Etwas stärker hervor treten nur die Abweichungen bei Rot und Blau, was sich aus einer Über- bzw. Unterdeckung des Farbraums an unterschiedlichen Stellen erklärt. Die Farbtemperatur geht mit knapp 6700 K in Ordnung.

Entsprechende Inhalte können mit den Werks-Presets also bereits ohne weitere Maßnahmen sehr ansprechend auch in nicht Farbmanagement-fähigen Anwendungen wiedergegeben werden. Negativ fällt beim ViewSonic VP3881 hier aber der Einbruch beim Kontrast auf. Im sRGB-Preset reduziert sich das Kontrastverhältnis auf sehr mäßige 398:1.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

7 KOMMENTARE

  1. Leute, so etwas darf auf einer Seite wie Prad nicht passieren. Und dann auch noch ganz groß in der Überschrift 😉
    Das ist kein 21:9 Monitor. 3840×1600 ergeben ein 24:10 Format.
    Für mich persönlich übrigens DIE ideale Auflösung, selbst vor 4k.

    • Ja ist merkwürdig und Du hast da natürlich Recht. ViewSonic hat den Monitor allerdings selbst als 21:9 Monitor vermarktet und das haben wir so übernommen. Den ganzen Test möchte ich jetzt nicht ändern, habe aber einen Absatz in der Einleitung zugefügt.

  2. Hat das gleiche LG LM375QW1-SSA1-Panel wie LG 38UC99, LG 38WK95C-W, Dell U3818DW, Acer XR2, HP Z38c: graue Ränder, weil das Backlight nicht die ganze Fläche abdeckt. Wer mag sehe sich die Amazon-Bewertung zum LG 38WK95C-W an (die mit 2 Sternen, ich weiß nicht, ob ich hier verlinken darf).

  3. Hier würde jetzt mein sorgfältig formulierter Kommentar stehen, hätte Prad ihn gespeichert und nicht ohne Vorwarnung verworfen weil ich vergessen hatte meine Email-Adresse anzugeben (ein Feld das nicht als Pflichtfeld ausgewiesen wird)

    • In der Tat nicht sehr anwenderfreundlich. Bringt Dir Dein Posting nicht zurück, aber immerhin wird sich das ändern. Sorry für die Umstände.

  4. Danke für den Test! Der Monitor wirbt mit HDR10-Unterstützung. Wie ist Euer Eindruck davon (trotz einer Helligkeit von nur 300cd/​m²)? Können auch andere Geräte mit diesem Panel genauso HDR10-Inhalte wieder geben, ober muss eine explizite Hardware/Firmware-Unterstützung vorhanden sein? Danke!

    • Ich war ebenfalls betroffen, dass mein Kommentar verschwand nachdem ich im 1. Versuch keine E-Mailadresse angab. Dennoch habe ich nochmal getippt, weil mich diese Frage beschäftigt. Umso weniger schön ist es, dass von Euch keine Antwort kommt, obwohl mein Frage die einzige zu diesem Artikel ist.

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