Test ASUS VG258Q – Gaming-Monitor mit Geschwindigkeitsrekord
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Bildaufbauzeiten bei 144 Hz

144 Hz, TraceFree „0“

Diagramm: Ähnliches Ergebnis wie bei 60 Hz, mit etwas schnelleren Schaltzeiten
Ähnliches Ergebnis wie bei 60 Hz, mit etwas schnelleren Schaltzeiten
diagramm: Der Helligkeitsverlauf zeigt ein sauberes Signal
Der Helligkeitsverlauf zeigt ein sauberes Signal

Bei 144 Hz und deaktiviertem Overdrive zeigt sich ein ähnliches Ergebnis wie bei 60 Hz. Auch hier werden durchaus schnelle Schaltzeiten beim Schwarz-Weiß-Wechsel und schnellsten Grauwechsel erreicht, während beim Durchschnittswert an 15 Messpunkten und beim CtC-Wert mittelmäßige Werte erzielt werden. Diese Einstellung können wir nicht für bewegte Bilder empfehlen, auch wenn der Helligkeitsverlauf sehr sauber ausfällt.

144 Hz, TraceFree „60“

Diagramm: Drastische Verkürzung der Schaltzeiten, mit teilweise unter 1 ms
Drastische Verkürzung der Schaltzeiten, mit teilweise unter 1 ms
Diagramm: Nur minimale Überschwinger trotz des Geschwindigkeitsschubes
Nur minimale Überschwinger trotz des Geschwindigkeitsschubes

Bei 144 Hz und mittlerem Overdrive fühlt sich der ASUS VG258Q richtig wohl. Für den Schwarz-Weiß-Wechsel werden 4,3 ms, für den schnellsten Grauwechsel sehr schnelle 1,7 ms und für den Durchschnittswert an 15 Messpunkten nur 4,6 ms benötigt. Auch der sehr wichtige CtC-Wert, der beschreibt, welche Zeit von einer Mischfarbe zu einer anderen benötigt wird, fällt mit 3,6 ms sehr schnell aus. Mit diesen Schaltzeiten kann sich der ASUS auch gegen andere Gaming-Displays behaupten, die wir bisher testen konnten, und ist dort bei allen Werten im oberen Drittel vorzufinden.

Positiv ist ebenso der Helligkeitsverlauf zu erwähnen, der sich trotz der schnellen Schaltzeiten nahezu unbeeindruckt zeigt und ein ordentliches Bild liefert.

144 Hz, TraceFree „100“

Diagramm: Erneut schnellere Schaltzeiten bei maximalem Overdrive
Erneut schnellere Schaltzeiten bei maximalem Overdrive
Diagramm: Auch hier wurde dem Display zu viel abverlangt
Auch hier wurde dem Display zu viel abverlangt

Bei maximalem Overdrive werden die Schaltzeiten erneut verkürzt, was sich allerdings wieder stark auf die Bildqualität auswirkt und unsere Helligkeitsverlaufsgrafik sprengt. Wir werden uns das Ergebnis bei bewegtem Bild im Teil „Subjektive Beurteilung“ erneut anschauen und dabei prüfen, inwieweit sich das Bild zum Nachteil verändert – oder ob diese Einstellung doch noch eine Option für Spiele ist, bei denen es auf jede Millisekunde ankommt und die Bildqualität eher eine untergeordnete Rolle spielt.

Laut unseren Messungen empfehlen wir, den Monitor bei 144 Hz und mittlerem Overdrive zu betreiben.

Netzdiagramme

Netzdiagramm 60 Hz, TraceFree „0“
Netzdiagramm 60 Hz, TraceFree „0“
Netzdiagramm 144 Hz, TraceFree „0“
Netzdiagramm 144 Hz, TraceFree „0“
Netzdiagramm 60 Hz, TraceFree „60“
Netzdiagramm 60 Hz, TraceFree „60“
Netzdiagramm 144 Hz, TraceFree „60“
Netzdiagramm 144 Hz, TraceFree „60“
Netzdiagramm 60 Hz, TraceFree „100“
Netzdiagramm 60 Hz, TraceFree „100“
Netzdiagramm 144 Hz, TraceFree „100“
Netzdiagramm 144 Hz, TraceFree „100“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Mit einer Signalverzögerung von 12,8 ms und einer mittleren Bildwechselzeit von rasanten 1,3 ms ist der ASUS VG258Q mit einer Gesamtlatenz von 14,1 ms auch für schnelle Shooter zu empfehlen.

Alternative Messung der Latenz

Zur Messung der Bildverzögerung (Input-Lag) von Monitoren gibt es verschiedene Ansätze, weshalb sich nicht nur Testergebnisse und Herstellerangaben unterscheiden, sondern auch die Werte bei verschiedenen Publikationen. Zudem nennen Hersteller selten einen Wert für die Signalverzögerungszeit, und wenn doch, ist in der Regel nicht erkennbar, wie diese Messungen durchgeführt wurden.

PRAD verfolgt nach dem jüngsten Update der Testmethoden derzeit zwei verschiedene Ansätze. Zum einen setzen wir das nur etwas mehr als 100 Euro teure Messgerät von Leo Bodnar ein. Hierbei handelt es sich um ein vollintegriertes Messgerät mit Signalgenerator und Sensor, bei dem der Wert schnell vom Bildschirm abgelesen werden kann. Da die Lag-Zeit von der Messposition auf dem Bildschirm abhängig ist, können Sie alle drei Werte (oben, Mitte, unten) dem Diagramm entnehmen. Als Richtwert für die Latenz sollte der mittlere Wert herangezogen werden.

diagramm: Alternative Messung des Lags am HDMI-Eingang 1080p@60 Hz
Alternative Messung des Lags am HDMI-Eingang 1080p@60 Hz

Für den Anwender sind diese Werte aber mitunter nicht aussagekräftig, da sich in Kombination mit Grafikkarten, Treibern, Chroma-Subsampling sowie der verwendeten Auflösung und Framerate unterschiedliche Lag-Zeiten zugunsten oder zuungunsten des Monitors ergeben können. Zudem können die Messungen mit dem „Leo Bodnar LAG Tester“ nur am HDMI-Eingang bei 1080p@60 Hz durchgeführt werden.

Die von uns angewendete Methode verfolgt daher einen anderen Ansatz. Dort messen wir die Verzögerung zwischen Bild und Ton (Audio-Ausgang der Soundkarte im Vergleich zum Signal des Lichtsensors am Monitor). Dies geschieht in der Regel am DisplayPort unter Einstellung der nativen Auflösung und bei höchster Bildfrequenz in der Bildschirmmitte.

Die real erlebte Bildverzögerung ist deshalb von oben erwähnten Faktoren (und weiteren wie DirectX) abhängig und sollte im Wertebereich zwischen Leo Bodnar und der PRAD-Messmethode liegen.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Monitor auch bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Neben dem Testparcours voller hochempfindlicher Messgeräte testen wir den ASUS VG258Q natürlich auch unter realen Bedingungen und finden heraus, inwieweit sich die Messergebnisse am Bild äußern. Dafür haben wir mit dem Display Filmsequenzen geschaut, weitere kleine Sichttests durchgeführt und gespielt.

Zunächst haben wir den ASUS bei 60 Hz ohne die vielen kleinen Helferlein getestet, die ihm zur Verfügung stehen. An einer Spielekonsole ist es (abgesehen von der Xbox One) schließlich auch nicht möglich, FreeSync zuzuschalten oder die Aktualisierungsrate hochzusetzen. Hier macht das Display aufgrund der schnellen Schaltzeiten einen guten Eindruck. Die Voreinstellung „TraceFree 60“ ist hier auch der ideale Wert. Setzen wir den Overdrive auf „TraceFree 100“, werden die enormen Bildfehler sichtbar, die wir bereits im Teil Reaktionsverhalten in der gesprengten Helligkeitsverlaufsgrafik gesehen haben.

Bildfehler bei maximaler Pixelbeschleunigung „TraceFree 100“
Bildfehler bei maximaler Pixelbeschleunigung „TraceFree 100“

Das eine Problem ist die starke Corona, die im Bild gut zu erkennen ist. Auf der anderen Seite stehen die enormen Kontrastsprünge, die zusätzlich an den Objekträndern zu sehen sind, sobald sich das Bild bewegt. Bei „TraceFree 60“ sind zwar ebenfalls minimale Bildfehler zu erkennen, die aber während des Spiels kaum auffallen.

Kaum Bildfehler bei „TraceFree 60“
Kaum Bildfehler bei „TraceFree 60“

5 KOMMENTARE

  1. I have the Asus VG258Q but I feel very bad because of the color display and the brightness of the sun. After reducing the brightness to the required level, the color becomes worse. I have contacted asus technical support but only get irresponsible answers like read the manual. All help seems to be for VG248QE only and this is a big loss for VG258Q users. Please help me fine tune the OSD, icc profile or anything that can help colors become best. Sorry I can not speak your native language. please

  2. Fake 144Hz …
    144Hz is a hoax, yes , you can run 144Hz but with a lot of sttuter and jiggle …
    When you turn on this monitor , there is a big “ HDMI “ logo shown at the corner ..
    ( why not diplayport or DVI logo ) , and HDMI can only runs at 120Hz …
    AND YES, when using the HDMI port, which yo can only run at 120Hz,
    but this 120Hz is flawless silky smooth .. everything is sooo smooth, even web scrolling …
    It’s only a 120Hz monitor !!!

  3. Ich mag eure Tests sehr, aber warum wird denn nicht mit einem Wort erwähnt wie groß der Monitor überhaupt ist?
    Aus dem Hersteller-Namen kann man sich zwar herleiten, dass es 25″ sind, aber ich denke das ist eine Info die einfach mit rein gehört..

    VG

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