Test iiyama XUB2792UHSU-B1 – Ausgezeichneter Allrounder
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Sound

Beim iiyama XUB2792UHSU sind zwei Lautsprecher verbaut. Sie liefern jeweils 2 Watt. Erwartungsgemäß ist die Tonwiedergabe sehr bescheiden. Obwohl die Lautsprecher durchaus laut sein können, fehlen jegliche Tiefen. Im Notfall durchaus okay, eignen sie sich ansonsten natürlich nicht als Ersatz für eine ordentliche Soundlösung.

DVD und Video

Um einen Monitor auch mit externen Zuspielgeräten wie Blu-ray-Playern und Multimedia-Konsolen verbinden zu können, wird eine HDMI- oder DisplayPort-Schnittstelle benötigt. Der iiyama XUB2792UHSU besitzt beide Anschlüsse und zeigt sich dadurch sehr flexibel bei der Möglichkeit, externe Geräte anzuschließen.

PiP (Picture in Picture) und PbP (Picture by Picture)

Im OSD des iiyama XUB2792UHSU lassen sich die Optionen „PiP“ und „PbP“ aktivieren. Damit ist es möglich, zwei unterschiedliche Signalquellen am Bildschirm anzeigen zu lassen. Die Picture-in-Picture-Funktion bietet einige Einstellungsmöglichkeiten an. Es kann die Position des Fensters ausgewählt werden, und zwar oben links, oben rechts, unten links und unten rechts. Außerdem ist die Fenstergröße in klein, Mittel und groß definierbar. Ebenfalls möglich sind der Wechsel der Signalquellen während des PiP-Betriebs und die Wahl der Audioquelle. Es lässt sich jede Signalquelle miteinander kombinieren.

Weniger gut gelungen ist hingegen die Picture-by-Picture-Funktion. Wir haben es mit keiner Einstellung hinbekommen, die verzerrte Darstellung zu korrigieren, zumal die Skalierungsoption auch hier für den DisplayPort deaktiviert ist. Selbst wenn man HDMI als primäre Signalquelle wählt, lassen sich die Verzerrungen nicht beheben.

Picture-in-Picture-Anzeige (PiP)
Picture-in-Picture-Anzeige (PiP)
Verzerrte Picture-by-Picture-Anzeige (PbP)
Verzerrte Picture-by-Picture-Anzeige (PbP)

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Wird über den PC zugespielt, gibt es durch die Verwendung einer guten Videoplayer-Software ausreichende Einstellmöglichkeiten, um die fehlende Flexibilität des Monitors kompensieren zu können. Anders sieht es jedoch bei externer Zuspielung aus. Ein Blu-ray-Player oder auch eine Spielekonsole bietet nicht den Funktionsumfang eines PCs. So kommt es nun auch auf den Monitor an, und welche Skalierungsoptionen verfügbar sind.

Im Gegensatz zu einem über DisplayPort zugespielten Bildsignal stehen bei Zuspielung über den HDMI-Anschluss die Skalierungsoptionen im OSD des iiyama XUB2792UHSU zur Verfügung. Es werden die Optionen „Vollbild“, „Seitenverhältnis“ und „1:1“ angeboten.

Mit der richtigen Einstellung im Player und OSD des Monitors lässt sich jedes Signal mit korrektem Seitenverhältnis zur Anzeige bringen und ab 720p auch pixelgenau darstellen. Der XUB2792UHSU zeigt hier keinerlei Schwächen.

 Signal Unverzerrte Wiedergabe
SD (16:9 – anamorph) Ja
SD (4:3) Ja
HD (720p) Ja (auch pixelgenau)
HD (1080p) Ja (auch pixelgenau)

TFT-Monitore arbeiten üblicherweise mit 60 Hz. Um DVD-Filme ruckelfrei wiedergeben zu können, sollte jedoch eine 50-Hz-Unterstützung vorhanden sein. Inhalte auf Blu-ray-Disc wiederum werden mit 24 Hz (oder einem Vielfachen davon) judderfrei wiedergegeben. Im Gegensatz zu Fernsehern ist es keine Selbstverständlichkeit, dass Monitore eine 24-Hz-Unterstützung bieten. Der iiyama XUB2792UHSU zeigt sich aber auch hier sehr flexibel und unterstützt selbige. Somit können Blu-ray-Filme ruckelfrei genossen werden. Die Wiedergabe von Filmen auf DVD erfolgt mit 50 Hz.

Da ein LC-Display immer vollbildbasiert (progressiv) arbeitet, muss ein eingebauter Deinterlacer aus eingehenden Halbbildern (interlaced) eine Vollbildfolge erstellen.

Wir überprüfen das Deinterlacing mit Halbbildfolgen im 3:2- und 2:2-Rhythmus und spielen danach noch echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu. Im Optimalfall kann der Deinterlacer in den beiden ersten Fällen die Originalvollbildfolge verlustfrei rekonstruieren.

Der iiyama XUB2792UHSU bringt zwar ein Halbbild-basiertes Signal zur Anzeige, dies wird aber nur durch einfaches Fieldscaling auf Panel-Auflösung erreicht und ist entsprechend verlustbehaftet. Wie bei den meisten LC-Displays ist es daher auch bei diesem Probanden ratsam, Vollbilder zuzuspielen.

Overscan

Eine Overscan-Einstellung steht beim iiyama XUB2792UHSU nicht zur Verfügung

Unterstützte Farbmodelle und Signallevel

Der XUB2792UHSU erwartet am HDMI-Eingang PC-Levels und ist daher in der Lage, den vollen Farbumfang zu nutzen. Hierfür muss keine spezielle Einstellung vorgenommen werden, eine korrekte Umsetzung erfolgt bereits automatisch.

Die Farbmodelle YCbCr 4:2:2 und YCbCr 4:4:4 werden vom Monitor ebenfalls unterstützt. Hier werden Videolevels erwartet.

Die Wichtigkeit des abgestimmten Videolevels in der Zuspielung wird gern unterschätzt, dabei ist das ein entscheidendes Kriterium für die korrekte Darstellung. Kommt es hier zu Abstimmungsproblemen, resultiert dies entweder in einem stark reduzierten Tonwertumfang oder einem ausgewaschenen, matten Bild ohne volles Weiß und Schwarz.

14 KOMMENTARE

  1. Hallo,

    hab mich nach längerer Suche (u.a. auch wegen dem Test auf prad.de) für den iiyama XUB2792UHSU entschieden. Leider bin ich im moment sehr unglücklich vor allem deswegen weil die Anzeige vom Gefühl her nicht bildschirmfüllend ist. Die Ränder aus dunklem Plastik sind wenn der Monitor aus ist sehr schmal ca. 2mm – wird allerdings ein Bild dargestellt wird (Ubuntu/GTX1070/4k@60Hz über DP) scheint es so als ob ein künstlicher Rand(in Schwarz) dargestellt wird und der Gesamtrand vergrößert sich auf ca. 8 mm (also fast 1 cm) – auf Windows habe ich es nur über ein Notebook testen können und nur über usb-c docking station.

    Im folgenden noch ein Bild mit Lineal damit die Dimensionen erfassbar sind. ( https://pasteboard.co/Ikto34p.jpg )

    Ist das „normal“ so oder nicht? – da ich plane 2 davon zu verwenden wäre das ein absolutes KO-Kriterium und ich würde ihn wieder zurück geben.

    Danke für eine Rückmeldung!

    • Servus Clemens,

      das ist normal so und bei allen rahmenlosen Bildschirmen gleich. Mir ist kein Monitor bekannt bei dem das Display komplett bis zum Rand geht. Diesen knappen Zentimeter Abstand hast du somit bei allen Bildschirmen, ein Umtausch des iiyama wird daran nichts ändern.

      • Hallo Damian,

        danke für die Antwort – hab mir das auf meinem alten Samsung angesehen – und tatsächlich ist ähnlich – ich denke bei einem neuem Monitor schaut man einfach genauer hin. Super wäre es schon wenn diese Monitor, die ja auch teilweise mit „Slim Bezel“ beworben werden die Anzeige auf dem gesamten Monitor aufspannen würden.

        VG,
        Clemens

  2. Guten Tag zsm,
    vielen Dank für den ausführlichen Test, der mich dazu bewogen hat Iiyama eine Chance zu geben.
    Eigentlich hatte ich mich schon für den Dell Ultrasharp U2718q entschieden (leider gibt es zu diesem bei Brad keinen Test). Mit Dell habe ich seit Jahren sehr gute Erfahrungen, nicht nur was das Display an sich angeht sondern auch die Zuverlässigkeit der integrierten USB 3-Hubs überzeugt.

    Beide Monitore haben auf den ersten Blick (sehr) ähnliche Werte und ich Frage mich ob das Ersparte ggü. dem Dell bzgl. Qualität (insb. Langlebigkeit, fehlerhafte Pixel und Umwelteigenschaften wie Blei) nicht zu kurzsichtig gedacht ist und später umso mehr Kosten auf mich zu kommen; im Netz ist immer wieder von hoher Serienstreuung bei diversen Modellen von Iiyama zu lesen und einen guten Monitor zu erhalten scheint mit etwas Glück verbunden zu sein.

    Wie sind Eure Erfahrungen bzgl. Iiyama (Kundenservice bei Pixelfehlern etc.) und wie würdet Ihr Euch entscheiden, Iiyama oder doch den Dell (vlt. hat der ein oder die andere eins von den Modellen und kann berichten).

    Herzlichen Dank und Grüße
    Nico

    • Danke Nico für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht! Freut mich dass du mit dem iiyama XUB2792UHSU zufrieden bist. Das Verhalten des Schärfereglers ist in der Tat etwas sinnfrei.

      • Hallo Damian,

        dass der Schärferegler sich etwas sinnfrei verhält wäre ja nicht so dramatisch, wenn der Monitor in neutraler Einstellung (Stufe 3) bei nativer Auflösung ein scharfes Bild liefern würde. Das ist bei mir jedoch leider (wie bei M.B. weiter unten beschrieben) nicht so recht der Fall. Selbst meine 10 Jahre alten TN Monitore mit einer Auflösung von 1680×1050 Pixel wirken schärfer.

        Da ich keinen anderen 4K Monitor zum Vergleich habe und du ja viele Monitore testest: War die Schärfe deines Testmodells auf Stufe 3 aus deiner Sicht richtig gut? Oder auch etwas auf der unscharfen Seite? Vermutlich hättest du kein „Sehr gut“ vergeben wenn da etwas zu beanstanden gewesen wäre…;-)

        Vielleicht ist hier eine fehlerhafte Serie in Umlauf?

        Vielen Dank und viele Grüße,
        Marcel

        • Hallo Marcel,

          das Problem ist in diesem Fall nicht der Monitor sondern das Betriebssystem. Ich habe das im Laufe des Tests auch immer wieder beobachtet dass die Anzeige unscharf wurde. Hier fummelt aber das BS hinein und versucht Inhalte zu vergrößern um sie besser lesbar zu machen. Kontrolliere mal in den Skalierungseinstellungen des BS ob du da wirklich alles deaktiviert hast. Ich musste allerdings leider feststellen dass sich Windows nicht immer daran hält.

          • Hi Damian,

            vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich empfinde den Monitor im Vergleich zu meinen alten Monitoren ganz generell als eher unscharf, nicht nur an Stellen wo das BS schlecht skaliert. Wenn man die Sharpness auf 3.5 stellen könnte wäre ich glücklich…;-)
            Da über deinen Tisch viele Monitore wandern und du im Vergleich nichts zu beanstanden hattest, liegt mein Problem vermutlich ganz generell daran wie Windows unter 4K aussieht. An allen Kanten stehen ja mehr Pixel zur Verfügung um weiche Übergänge zu rendern als bei einem Monitor mit geringer Auflösung wo die Übergänge härter sind und damit evtl. schärfer wirken.

  3. Der LG 27UK850-W hat Hardware-Kalibrierung. Das allein ist schon den Aufpreis im Vergleich zum iiyama XUB2792UHSU wert.

  4. Hallo,
    zunächst vielen Dank für den ausführlichen Test. Ich bin jetzt etwas ins Schleudern geraten, weil ich mir fast schon den LG 27UK850-W bestellt hätte, der hier ja auch sehr gut getestet wurde. Gelegentlich etwas zocken, gelegentlich Bildbearbeitung meiner Digitalkamera, Webdesign und Office.
    Wenn ich mir den Preis für den iiyama ansehe, frage ich mich ob es irgend einen Grund gibt, doch den LG zu nehmen? Kostet 100 € weniger, und schneidet ja scheinbar in allen Belangen mindestens gleich gut ab.

    • Hi Eric! Ich habe mir nach dem Test den Monitor bestellt, heute erhalten und testweise an meinem ThinkPad P50 via HDMI angeschlossen. Out of the Box bekomme ich ein verdammt gut kalibriertes Bild, das im Hinblick auf ambitionierte Grafik- und Fotobearbeitung mehr als geeignet ist.

      4K unter Windows 10 will ich bereits jetzt nicht mehr missen – gestochen scharfer Text und viel Platz zum Beispiel in Photoshop für die Werkzeugleisten.

      Den DP hab ich noch nicht testen können, da mir das passende Kabel noch fehlt (von DP auf TB3), aber das sollte morgen kommen.

      Leider schaffe ich es noch nicht, RGB und 60Hz in 4K einzustellen. Das sollte mit dem DP-Kabel aber gehen.

      Mir fehlt der Vergleich zum LG, aber für meine (mMn gehobenen) Office- und EBV-Anforderungen ist der Iiyama der passende Monitor. Dicke Kaufempfehlung von mir!

    • Ich habe in den letzten Wochen mehrere Monitore bis 1000 Euro miteinander verglichen. Mein Ziel war es, einen guten Monitor für den sRGB-Workflow zu finden. Darunter auch der LG 27UK850-W und der iiyama XUB2792UHSU. Vom LG 27UK850-W habe ich sogar zwei Exemplare getestet, weil die Homogenität des ersten nicht gut war. Er hatte im unteren Viertel einen deutlich sichtbaren Gelbstich und einen größeren Helligkeitsabfall rechts und links außen.
      Bezüglich Homogenität war der zweite LG 27UK850-W deutlich besser als der erste und vergleichbar mit dem iiyama XUB2792UHSU. Ich habe den LG 27UK850-W mit einem Spyder 5 mehrfach sowohl Hardware- als auch Software-kalibriert und profiliert (per displayCAL für einen sRGB-Workflow), konnte mit dem LG aber nie die sehr guten Messergebnisse des iiyama XUB2792UHSU erreichen. Der iiyama war immer top und zeigte im sRGB-Farbraum ähnlich gute Ergebnisse wie mein Eizo CS2730.

      Das einzige, was mich am iiyama XUB2792UHSU stört, ist die Schärfeeinstellung. Unter Windows finde ich Stufe 3 bei nativer Auflösung im Vergleich zum LG 27UK850-W ziemlich unscharf. Stufe 4 ist aber bereits so überschärft, dass schon helle Halos und Artefakte zu sehen sind, also völlig unbrauchbar. Stufe 5 und 6 zeigen auch bei mir keine Veränderung mehr zu Stufe 4. Vielleicht ist das ein Bug, der sich per Firmwareupdate beheben lässt. Meiner Meinung nach sollte zwischen Stufe 3 und 4 eine deutlich feinere Abstufung erfolgen und die maximale Stufe 6 sollte weniger scharf sein, als die jetzige Stufe 4. Unter MacOS finde ich die Schärfe besser, weiß aber nicht wieso (gleicher Rechner) – vielleicht täusche ich mich auch.

      Beim LG fand ich gut, dass die Anschlüsse rückseitig sind. Da kommt man leichter ran, als unter den Monitor und ist auch praktischer, wenn man die Kabel an einem ergonomischen Monitorarm befestigen möchte. Die Kabel laufen dann gleich in die richtige Richtung. So oft steckt man die Monitorkabel aber auch nicht um. Was die Verarbeitung angeht, fand ich das Gehäuse des iiyama XUB2792UHSU ein bisschen stabiler, als das des LG 27UK850-W.

      Letztendlich habe ich mich trotz der geringeren Schärfe für den iiyama XUB2792UHSU entschieden, weil er im Vergleich zum LG 27UK850-W bezüglich Farbtreue stets die besseren Messergebnisse geliefert hat.

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