Test iiyama XUB2792UHSU-B1 – Ausgezeichneter Allrounder
7/7

8
16768

Bewertung

ab 385,89 €
4.4

SEHR GUT

Fazit

Der iiyama XUB2792UHSU hat uns begeistert. Zwar ist die optische Aufbereitung sehr dezent und bietet keine Designakzente, dafür können aber die inneren Werte voll und ganz überzeugen. Bereits werkseitig ist eine sehr gute Farbkalibrierung vorhanden, und auch subjektiv kann die Bildqualität als ausgezeichnet beschrieben werden. Das IPS-Panel sorgt für eine brillante Farbwiedergabe und kontrastreiche Darstellung sowie stabile Blickwinkel. Auspacken, einschalten und loslegen. So sollte es sein.

Durch die 4K-Auflösung steht ein riesiger Arbeitsplatz mit gestochen scharfem Bild zur Verfügung. Der sRGB-Farbraum wird zu 99 % abgedeckt. Bei der Farbreinheit, die insbesondere für die EBV von Bedeutung ist, kann der iiyama XUB2792UHSU ein gutes Ergebnis erzielen. In Kombination mit dem überzeugenden Resultat nach Profilierung und Kalibration bietet sich der Monitor für die EBV im sRGB-Farbraum an.

Ergonomisch bietet der Monitor das volle Programm. Die Mechanik arbeitet dabei angenehm leicht und präzise. Auch bei den Anschlüssen gibt sich der 27-Zoll-Monitor keine Blöße und weiß mit DisplayPort, HDMI, DVI sowie USB 3.0 zu überzeugen. Als spezielles Feature bietet der iiyama XUB2792UHSU eine Bild-in-Bild- und Bild-neben-Bild-Funktion. Jedes Eingangssignal kann kombiniert werden, außerdem lässt sich die Audio-Ausgabe steuern.

Für Gamer interessant ist der mit 9,5 ms sehr geringe Input-Lag. Mittels dreistufiger Pixelbeschleunigung mit noch akzeptablen Überschwingern bei der schnellsten Einstellung überzeugt der Monitor auch in Sachen Gaming-Performance. Wer neben der Bildbearbeitung noch etwas zocken möchte, wird auch hier auf seine Kosten kommen.

Zu kritisieren gibt es wenig. Die Helligkeitsverteilung könnte etwas besser und die Bedienung des OSD komfortabler sein. Bei der Bild-neben-Bild-Anzeige haben wir es nicht geschafft, die verzerrte Darstellung zu beheben. Energiesparoptionen sind zwar vorhanden, werden aber nicht durch einen intelligenten Sensor unterstützt. Der letzte Punkt scheint auch etwas unfair, denn man muss natürlich auch den Preis des Monitors im Kopf behalten.

Preislich ist das Display ab etwa 350 Euro zu haben. Für die gebotene Leistung ein echtes Schnäppchen. Wer einen preisgünstigen 4K-UHD-Monitor sucht, um im sRGB-Farbraum Bilder oder Grafiken zu bearbeiten, kommt um den iiyama kaum herum. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist wirklich ausgezeichnet, und in der Gesamtwertung sehen wir die Leistung ebenfalls als sehr gut an.

Testlogo iiyama XUB2792UHSU

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8 KOMMENTARE

  1. Guten Tag zsm,
    vielen Dank für den ausführlichen Test, der mich dazu bewogen hat Iiyama eine Chance zu geben.
    Eigentlich hatte ich mich schon für den Dell Ultrasharp U2718q entschieden (leider gibt es zu diesem bei Brad keinen Test). Mit Dell habe ich seit Jahren sehr gute Erfahrungen, nicht nur was das Display an sich angeht sondern auch die Zuverlässigkeit der integrierten USB 3-Hubs überzeugt.

    Beide Monitore haben auf den ersten Blick (sehr) ähnliche Werte und ich Frage mich ob das Ersparte ggü. dem Dell bzgl. Qualität (insb. Langlebigkeit, fehlerhafte Pixel und Umwelteigenschaften wie Blei) nicht zu kurzsichtig gedacht ist und später umso mehr Kosten auf mich zu kommen; im Netz ist immer wieder von hoher Serienstreuung bei diversen Modellen von Iiyama zu lesen und einen guten Monitor zu erhalten scheint mit etwas Glück verbunden zu sein.

    Wie sind Eure Erfahrungen bzgl. Iiyama (Kundenservice bei Pixelfehlern etc.) und wie würdet Ihr Euch entscheiden, Iiyama oder doch den Dell (vlt. hat der ein oder die andere eins von den Modellen und kann berichten).

    Herzlichen Dank und Grüße
    Nico

    • Danke Nico für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht! Freut mich dass du mit dem iiyama XUB2792UHSU zufrieden bist. Das Verhalten des Schärfereglers ist in der Tat etwas sinnfrei.

  2. Der LG 27UK850-W hat Hardware-Kalibrierung. Das allein ist schon den Aufpreis im Vergleich zum iiyama XUB2792UHSU wert.

  3. Hallo,
    zunächst vielen Dank für den ausführlichen Test. Ich bin jetzt etwas ins Schleudern geraten, weil ich mir fast schon den LG 27UK850-W bestellt hätte, der hier ja auch sehr gut getestet wurde. Gelegentlich etwas zocken, gelegentlich Bildbearbeitung meiner Digitalkamera, Webdesign und Office.
    Wenn ich mir den Preis für den iiyama ansehe, frage ich mich ob es irgend einen Grund gibt, doch den LG zu nehmen? Kostet 100 € weniger, und schneidet ja scheinbar in allen Belangen mindestens gleich gut ab.

    • Hi Eric! Ich habe mir nach dem Test den Monitor bestellt, heute erhalten und testweise an meinem ThinkPad P50 via HDMI angeschlossen. Out of the Box bekomme ich ein verdammt gut kalibriertes Bild, das im Hinblick auf ambitionierte Grafik- und Fotobearbeitung mehr als geeignet ist.

      4K unter Windows 10 will ich bereits jetzt nicht mehr missen – gestochen scharfer Text und viel Platz zum Beispiel in Photoshop für die Werkzeugleisten.

      Den DP hab ich noch nicht testen können, da mir das passende Kabel noch fehlt (von DP auf TB3), aber das sollte morgen kommen.

      Leider schaffe ich es noch nicht, RGB und 60Hz in 4K einzustellen. Das sollte mit dem DP-Kabel aber gehen.

      Mir fehlt der Vergleich zum LG, aber für meine (mMn gehobenen) Office- und EBV-Anforderungen ist der Iiyama der passende Monitor. Dicke Kaufempfehlung von mir!

    • Ich habe in den letzten Wochen mehrere Monitore bis 1000 Euro miteinander verglichen. Mein Ziel war es, einen guten Monitor für den sRGB-Workflow zu finden. Darunter auch der LG 27UK850-W und der iiyama XUB2792UHSU. Vom LG 27UK850-W habe ich sogar zwei Exemplare getestet, weil die Homogenität des ersten nicht gut war. Er hatte im unteren Viertel einen deutlich sichtbaren Gelbstich und einen größeren Helligkeitsabfall rechts und links außen.
      Bezüglich Homogenität war der zweite LG 27UK850-W deutlich besser als der erste und vergleichbar mit dem iiyama XUB2792UHSU. Ich habe den LG 27UK850-W mit einem Spyder 5 mehrfach sowohl Hardware- als auch Software-kalibriert und profiliert (per displayCAL für einen sRGB-Workflow), konnte mit dem LG aber nie die sehr guten Messergebnisse des iiyama XUB2792UHSU erreichen. Der iiyama war immer top und zeigte im sRGB-Farbraum ähnlich gute Ergebnisse wie mein Eizo CS2730.

      Das einzige, was mich am iiyama XUB2792UHSU stört, ist die Schärfeeinstellung. Unter Windows finde ich Stufe 3 bei nativer Auflösung im Vergleich zum LG 27UK850-W ziemlich unscharf. Stufe 4 ist aber bereits so überschärft, dass schon helle Halos und Artefakte zu sehen sind, also völlig unbrauchbar. Stufe 5 und 6 zeigen auch bei mir keine Veränderung mehr zu Stufe 4. Vielleicht ist das ein Bug, der sich per Firmwareupdate beheben lässt. Meiner Meinung nach sollte zwischen Stufe 3 und 4 eine deutlich feinere Abstufung erfolgen und die maximale Stufe 6 sollte weniger scharf sein, als die jetzige Stufe 4. Unter MacOS finde ich die Schärfe besser, weiß aber nicht wieso (gleicher Rechner) – vielleicht täusche ich mich auch.

      Beim LG fand ich gut, dass die Anschlüsse rückseitig sind. Da kommt man leichter ran, als unter den Monitor und ist auch praktischer, wenn man die Kabel an einem ergonomischen Monitorarm befestigen möchte. Die Kabel laufen dann gleich in die richtige Richtung. So oft steckt man die Monitorkabel aber auch nicht um. Was die Verarbeitung angeht, fand ich das Gehäuse des iiyama XUB2792UHSU ein bisschen stabiler, als das des LG 27UK850-W.

      Letztendlich habe ich mich trotz der geringeren Schärfe für den iiyama XUB2792UHSU entschieden, weil er im Vergleich zum LG 27UK850-W bezüglich Farbtreue stets die besseren Messergebnisse geliefert hat.

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