Test Monitor AOC AG241QX
7/8

0
38 501

Netzdiagramme

Aoc Ag241qx Monitor 60Hz Netz Aus
Aoc Ag241qx Monitor 144Hz Netz Aus
Netzdiagramm 60 Hz (links) und 144 Hz (rechts) Reaktionszeit „Aus“
Aoc Ag241qx Monitor 60Hz Netz Mittel
Aoc Ag241qx Monitor 144Hz Netz Mittel
Netzdiagramm 60 Hz (links) und 144 Hz (rechts) Reaktionszeit „Mittel“
Aoc Ag241qx Monitor 60Hz Netz Stark
Aoc Ag241qx Monitor 144Hz Netz Stark
Netzdiagramm 60 Hz (inks) und 144 Hz (rechts) Reaktionszeit „Stark“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Mit einer Signalverzögerung von kurzen 3,7 ms und einer mittleren Bildwechselzeit von 2 ms erreicht das Display eine sehr schnelle Gesamtlatenz von nur 5,7 ms. Damit eignet es sich besonders für First-Person-Shooter, bei denen es auf jede Millisekunde ankommt.

Backlight

Aoc Ag241qx Monitor Backlight
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Die Hintergrundbeleuchtung des AOC AG241QX arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre.

Subjektive Beurteilung

Jedes Display durchläuft einen umfangreichen Test mit hochsensiblen Geräten, doch kommt es immer wieder vor, dass manche Monitore Bewegungsartefakte ohne messbaren Overdrive erzeugen. Dies gilt es durch eine Sichtprüfung zu erkennen. Außerdem werden Besonderheiten des Monitors erwähnt. Dafür haben wir uns einige Stunden hingesetzt, um mit dem Monitor Filme zu schauen, zu spielen und weitere kleinere Tests durchzuführen. Als Testspiel haben wir uns „Project CARS“ ausgesucht, da es an einigen Stellen enormes Tearing verursacht. Durch die Cockpit-Ansicht befinden sich die schnell bewegten Bildanteile direkt am unteren und an den seitlichen Rändern und offenbaren gut sichtbar Bewegungsartefakte, die möglicherweise auftreten. Durch die starken Kontraste zwischen Himmel und Bäumen im oberen Drittel erkennt man gut, wie sich das Display in Sachen Koronabildung verhält.

Dass eine Aktualisierungsrate von 144 Hz eindeutig besser ist als 60, 70, 100 oder 120 Hz, muss nicht immer wieder neu erklärt werden und ist auch beim AG241QX nicht anders. Viel wichtiger ist die Performance von FreeSync. Hier sollte das Display aus den Vollen schöpfen können. Laut Handbuch funktioniert FreeSync per DisplayPort über den gesamten Bereich von 30-144 Hz. Im Großen und Ganzen funktioniert das auch wie beworben, allerdings bei „Project CARS“ mit einigen Aussetzern, denn zwischendurch gibt es immer wieder Momente, in denen FreeSync anscheinend aus dem Tritt kommt und Tearing gezeigt wird. Das wird sehr gut sichtbar, wenn man im Spiel die vorbeirasenden Laternen betrachtet, die immer wieder den typischen Zeilenversatz zeigen – und zwar innerhalb des Geltungsbereichs bis 144 Hz. Jetzt könnte man meinen, das wäre bei diesem Spiel ein Software-Problem. Dagegen spricht allerdings, dass einige andere Monitore mit FreeSync bei diesem Spiel wiederum kein Tearing produzieren. Das ist alles ziemlich undurchsichtig und zeigt, dass FreeSync im Gegensatz zu G-Sync einfach weniger ausgereift ist und es auf die richtige Kombination aus Monitor, Software und Grafikkarte ankommt. Fairerweise muss aber gesagt werden, dass bei den Spielen „GRID 2“, „Assetto Corsa“ und „DiRT Rally“ kein Tearing produziert wurde.

Abseits der FreeSync-Funktionalität liefert der AG241QX aber eine tolle Performance ab und zeigt sich reaktionsschnell. Die höchste Overdrive-Einstellung „Stark“ zeigte in den Messergebnissen einen starken Ausschlag beim Helligkeitsverlauf. Das äußert sich im Spiel an kontrastreichen, schnell bewegten Objektkanten in Form einer starken Korona. Wir empfehlen die Overdrive-Stellung „Mittel“, da sie ausreichend Schärfe des bewegten Bildes mitbringt.

Wir hätten gerne die Option „Geringe Eingangsverzögerung“ getestet, aber leider ist es uns nicht gelungen, diese zu aktivieren. Egal, wie wir das Display anschlossen, war sie ausgegraut.

Die Spielmodi kann man getrost unbeachtet lassen. Zumindest auf die Einstellung „Rennmodus“, die dem gesamten Bild eine gelb-grünliche Färbung verpasst, kann man getrost verzichten und stellt am besten seine eigenen Presets ein, wofür drei Speicherplätze zur Verfügung stehen.

Aoc Ag241qx Monitor Rennmodus
Die Option „Rennmodus“ taucht das Bild in einen gelb-grünlichen Ton

Sound

Der AOC AG241QX verfügt über zwei Lautsprecher mit je 3 Watt, die über den oberen Belüftungsschlitz nach oben abstrahlen. Die kleinen Membrane kann man erkennen, wenn man mit einer Taschenlampe in die Lüftungsschlitze leuchtet.

Aoc Ag241qx Monitor Lautsprecher
Mini-Lautsprecher sorgen für einen piepsigen Klang

Dann wird einem auch klar, dass dort kein toller Klang herauskommen kann, und es erklärt den typischen basslosen Küchenradiosound. Um die Lautstärke zu regeln, ist es notwendig, bis in die zweite Ebene des OSD-Menüs abzutauchen.

DVD und Video

Der AG241QX verfügt über zwei HDMI-Schnittstellen, um HD-Zuspieler wie BD-Player, HD-Receiver oder Spielkonsolen anzuschließen. Der zweite HDMI-Eingang dient zugleich auch als MHL-Schnittstelle für mobile Geräte. Der Ton wird direkt an die internen Lautsprecher oder, falls angeschlossen, an den Kopfhörerausgang weitergegeben.

Ein dedizierter Filmmodus ist im OSD-Menü nicht zu finden. Es existiert zwar „Film“ unter „Leuchtkraft->Öko“, allerdings wird hier einzig die Helligkeit auf 80 % und der Kontrast auf 50 % festgelegt. Dies dient einzig dazu, Strom zu sparen. Ein spezieller Modus wird eigentlich auch gar nicht benötigt, da das Display bereits im Werkszustand über ordentliche Einstellungen verfügt, die nahe D65 liegen. Einzig die Helligkeitseinstellungen sind wie bei fast allen Modellen etwas zu hoch eingestellt. Je nach Helligkeit des Raumes ist ein Wert von 30-40 Prozent angemessen. So erhält man ein Bild, das Hauttöne natürlich wirken lässt und auch sonst keine zu poppigen Farben aufweist. Für einen Videoabend mit mehreren Zuschauern ist das Display aufgrund der schlechten Blickwinkelstabilität aber trotzdem nicht zu empfehlen.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

In den Werkseinstellungen ist das Seitenverhältnis „Breit“ voreingestellt. In diesem Modus werden Inhalte in HD als Vollbild und SD-Signale folgerichtig mit Balken an den Seiten angezeigt.

Wie das Panel bei Halbbildmaterial reagiert, wird im Handbuch nicht erwähnt, deshalb spielten wir dem Monitor Material in 1080i zu, was sich als unproblematisch darstellte. Material in 576i zeigte dagegen ein stark zitterndes Bild, das man sich nicht länger anschauen möchte. Wir spielten dem AOC AG241QX noch Testvideos mit Halbbildfolgen im 2:2- und 3:2-Rhythmus und dann noch echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu.

Halbbildsignale werden von der Elektronik nicht weiterverarbeitet, sondern nur skaliert, was sich durch eine reduzierte vertikale Auflösung und deutliches Zeilenflimmern äußert. Ein Deinterlacer wurde demnach nicht verbaut.

Das Testgerät nimmt so ziemlich jede Bildwiederholungsfrequenz entgegen, die man ihm zuspielt. Wir haben an dem Testgerät einen Judder-Test mit Hilfe eines Videoprozessors (DVDO iScan VP50) durchgeführt. Der Prozessor bietet verschiedene Ausgangsfrequenzen und ein Testmuster, das einen Balken zeigt, der horizontal über das Bild läuft. Einzig 24 Hz ist nicht frei von Judder. Trotzdem sind Filme in 24p einwandfrei anzuschauen.

Overscan

Eine Overscan-Funktion bietet das Testgerät nicht an.

Farbmodelle und Signallevel

Der AG241QX erlaubt weder die Wahl des Signallevels noch des Farbmodells. Beides wurde an einem BD-Player aber richtig erkannt und angezeigt. Ist das einmal nicht so, muss der BD-Player über diese Wahlmöglichkeiten verfügen.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!