Test MSI MPG321URDE-QD: Gaming-Profi und Allrounder
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32 Zoll großer Gaming-Monitor überzeugt neben einer tollen Performance auch bei der Bildbearbeitung in den Farbräumen sRGB, Adobe RGB und DCI-P3

Anschlüsse

Anschlusstechnisch fährt der MSI MPG321URDE-QD ganz groß auf. Mit zwei HDMI-2.1-Schnittstellen kann das Potenzial der neueren Spielekonsolen-Generation wie Playstation 5 oder Xbox Series X ausgeschöpft werden. Für Computer stehen DisplayPort 1.4 und als zusätzlicher Signaleingang USB-C, der neben der Datenübertragung auch Videosignale per DP-Alt-Mode transportieren kann, zur Verfügung.

Reichhaltige Konnektivität des MSI MPG321URDE-QD
Reichhaltige Konnektivität des MSI MPG321URDE-QD

Der Ladestrom über USB-C reicht allerdings nicht aus, um damit den Akku eines Notebooks zu laden, da nur 5 V/3 A (15 Watt) geboten werden. Neben den Signaleingängen befinden sich drei USB-B-Buchsen, um die verschiedenen Systeme über den integrierten KVM-Switch verbinden zu können. Des Weiteren stehen am Anschluss-Panel vier USB-2.0-Ports und ein kombinierter Audio-Anschluss für 3,5-mm-Klinkenstecker zur Verfügung.

Damit aber noch nicht genug, lassen sich über den gut zugänglichen USB-Hub auf der linken Display-Seite zwei weitere Peripheriegeräte per USB verbinden. Auch Kopfhörer- und Mikrofonanschluss stehen hier bereit. Einziger Wermutstropfen ist, dass sämtliche USB-Schnittstellen nur über die Version 2.0 verfügen. Ansonsten haben wir solch eine Anschlussvielfalt bei einem Monitor noch nicht erlebt.

Benutzerfreundlicher USB-Hub auf der linken Monitorseite
Benutzerfreundlicher USB-Hub auf der linken Monitorseite

Bedienung

Die Bedienung des MSI MPG321URDE-QD erfolgt über die Navi-Key-Taste, die sich gut erreichbar hinter der rechten Monitorseite befindet. Sie reagiert sehr gut und gibt mit leisem Knacken Rückmeldung über die Betätigung.

5-Wege-Joystick auf der Displaygehäuserückseite des MSI MPG321URDE-QD
5-Wege-Joystick des MSI MPG321URDE-QD

Ein Druck auf die Oberseite der Navi-Key-Taste öffnet das Hauptmenü. Bewegt man den Joystick in eine der vier Richtungen, sind dem Hauptmenü sogenannte Funktionsmenüs vorgeschaltet, die sich im OSD-Menü unter „Navigationssteuerung“ aber auch anders belegen lassen.

OSD: Dem Hauptmenü sind Funktionsmenüs vorgeschaltet
Dem Hauptmenü sind Funktionsmenüs vorgeschaltet
OSD: Die Funktionsmenüs lassen sich unter "Navigationssteuerung" anders belegen
Die Funktionsmenüs lassen sich unter „Navigationssteuerung“ anders belegen

Innerhalb des Hauptmenüs bewegt man sich mit dem Joystick intuitiv durch die Kategorien und Einstellungen und bestätigt mit Druck auf der Oberseite des Joysticks die eingestellten Werte oder Optionen. Wird der Joystick nach links bewegt verlässt man die Einstellungsebenen, Kategorien und letztendlich das Menü.

Zusätzlich befinden sich unterhalb des Monitors auf der rechten Seite die Power-Taste und auf der linken Seite eine Makro-Taste, die sich allerdings erst nach der Installation der Software „MSI Gaming Intelligence“ vielfältig belegen lässt.

OSD

Das OSD-Menü wirkt sehr modern und durch die Tabellenform gleichzeitig sehr aufgeräumt. Alle wichtigen Parameter sind in der Kopfzeile aufgeführt und geben Informationen über das derzeitige Setup. Am rechten Rand informieren kleine Piktogramme darüber, was geschieht, sollte der Joystick in die angegebene Richtung bewegt werden. Es stehen acht Kategorien zur Auswahl, die mit jeder Menge Einstellungen vollgestopft sind. Dennoch wirken sie nicht überfrachtet, da einzig die Kategorie „Einstellungen“ über zwei Seiten gescrollt werden muss. Nicht wählbare Optionen sind ausgegraut und damit hinreichend gekennzeichnet.

OSD: Einzig bei der Kategorie „Einstellungen“ …
Einzig bei der Kategorie „Einstellungen“ …
OSD: … ist ein Scrollen auf die zweite Ebene notwendig
… ist ein Scrollen auf die zweite Ebene notwendig

Die Kategorien „G.I.“ und „Gaming“ beinhalten eine so enorme Einstellungsvielfalt, wie wir sie in diesem Umfang bei noch keinem anderen Monitor gesehen haben. Mit Crosshair, Nachtsicht, Bildfrequenzanzeige, Alarmuhr/Timer, und „Optix Scope“ (Vergrößerung eines Bildausschnitts) werden hier sämtliche Tools geboten, die für Spieler in irgendeiner Hinsicht interessant sein könnten. Zusätzlich lassen sich die angebotenen Tools maximal konfigurieren und können auch gemeinsam eingesetzt werden.

OSD-Einstellungsebene „G.I.“
OSD-Einstellungsebene „G.I.“
OSD-Einstellungsebene „Gaming“
OSD-Einstellungsebene „Gaming“

In „Gaming“ wird noch das Anti-Blur-Tool „MPRT Sync“ aufgeführt. Der Vorteil gegenüber vielen anderen Blur-Reduction-Tools ist, dass es sich hier um eine Kombination von Adaptive Sync und Blur-Reduction handelt. Diese Optionen schließen sich technisch eigentlich gegenseitig aus, kommen aber bei einigen ASUS-Monitoren auch unter dem Namen „ELMB-Sync“ zum Einsatz. „MPRT-Sync“ lässt sich im Bereich von 85 bis 144 Hz aktivieren. Wie sich dieses Tool im Gameplay schlägt, wird im Teil „Subjektive Beurteilung“ erklärt. Des Weiteren werden in dieser Kategorie noch fünf komplett konfigurierbare Presets unter „Spielmodus“ geboten.

Weitere acht Presets stehen unter der Kategorie „Professionell“ bereit. Besonders interessant sind hier die Farbraum-Emulationen „sRGB“, „Adobe RGB“ und „Display P3“, die sich auch in der Helligkeit einstellen lassen und somit praxistauglich daherkommen.

OSD-Einstellungsebene „Professionell“ -> "Profi-Modus"
OSD-Einstellungsebene „Professionell“ -> „Profi-Modus“
OSD-Einstellungsebene „Professionell“
OSD-Einstellungsebene „Professionell“

Für uns ist allerdings unerklärlich, warum man die Farbtemperatur nur rudimentär über Begrifflichkeiten wie z. B. „warm“, „kalt“ usw. einstellen kann und eine Gamma-Einstellungsebene komplett fehlt. Man sollte jedoch die Kirche im Dorf lassen und bedenken, dass wir es hier mit einem Gaming-Display zu tun haben. Diesbezüglich ist der MSI MPG321URDE-QD in seiner Anzahl der möglichen Einstellungen derzeit wohl das Maß der Dinge.

MSI Gaming OSD

Alternativ bietet die Software „MSI Gaming OSD“ eine Erweiterung der Möglichkeiten, die weit über das hinausgehen, was das interne OSD-Menü zu leisten imstande ist.

Makro-Taste erhält erst nach der Installation von MSI Gaming Intelligence eine Funktion
Makro-Taste erhält erst nach der Installation von MSI Gaming Intelligence eine Funktion

Nach der Installation hat dann auch die Makro-Taste links unter dem Monitor eine Funktion und lässt sich vielseitig belegen.

Monitorrückseitige Effektbeleuchtung lässt sich über Mystic Light vielfältig steuern
Rückseitige Effektbeleuchtung lässt sich über Mystic Light vielfältig steuern

Ob man nun das komplette Setup verändern, die Effektbeleuchtung bis ins kleinste Detail konfigurieren oder den KVM-Switch bedienen möchte: Was auch nur irgendwie mit dem Monitor zu tun hat, kann hier geregelt werden.

Mystic Light steuert die Effektbeleuchtung bis ins Detail
Mystic Light steuert die Effektbeleuchtung bis ins Detail
Enormer Einstellungsumfang der Software
Enormer Einstellungsumfang der Software

Auch eine App steht zur Verfügung, die es zulässt, den MSI MPG321URDE-QD über das Handy zu steuern. Inwieweit es nun sinnvoll ist, den Monitor über das Telefon steuern zu können, lassen wir einmal dahingestellt. Insgesamt zeigt der Hersteller aber, was alles möglich ist.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

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5 Gedanken zu „Test MSI MPG321URDE-QD: Gaming-Profi und Allrounder“

  1. Ihr erwähnt mehrfach, dass eine potente GPU vorhanden sein sollte um den Monitor bei mindestens 120Hz entsprechend mit Daten zu füttern, was bedeutet das konkret?
    In meinem Fall werkelt aktuell noch eine Asus dual-RTX2080-O8G im Rechner.
    Ist die noch ausreichend, oder sollte ich aufrüsten?

    Antworten
    • Hallo Tom,

      sorry für die verspätete Antwort, aber habe den Beitrag gar nicht gesehen. Das kommt immer drauf an, was Du mit dem Monitor machen willst. Natürlich benötigst Du mehr GPU-Performance, wenn Du grafisch aufwändige Spiel bei hohen Ingame-Settings spielen möchtest. Dafür solltest Du mal auf Webseiten gehen, die Grafikkarten-Benchmarks veröffentlichen. Da kannst Du dann sehen, wie Deine Grafikkarte, oder eben eine mit ähnlichen Specs, bei verschiedenen Spielen und Auflösungen performt. Ich hoffe, dass ich Dir so ein wenig helfen konnte.

      Viele Grüße
      Oliver

      Antworten
      • Hallo Oliver,
        alles gut. 😉 Ich war nicht untätig und habe in der Zwischenzeit genau das getan.
        So kristallisiert sich heraus, dass eine 2080S bei mittleren bis hohen Settings je nach Spiel noch mithalten kann, bei Titeln wie AC Odyssey dann mit High-Settings in UHD aber reichlich Mühe hat, mehr wie 60 fps zu liefern.
        Und da man im Hinterkopf haben muss, dass der Wechsel auf zB. eine 3080 dann evtl. noch ein neues Netzteil mit sich bringen kann – wie in meinem Fall – werde ich das Pferd nicht von hinten aufzäumen.
        Erstmal gibts ein neues NT + GPU, dann kommt der UHD Monitor, sonst endet das im Frust!
        Aber vielen Dank fürs antworten und im Allgemeinen vielen Dank für Eure anspruchsvollen Tests nach festen Kriterien!
        Es gibt keine vergleichbare deutschsprachige Plattform, die den Geräten so ausführlich auf den Zahn fühlt.
        Ihr seid unverzichtbar wenn es um den Vergleich zwischen den Geräten, pros & cons und letztlich die Entscheidung für den Kauf geht!

        Antworten
  2. Ich finde eure Review seit Jahren toll.

    Aber ihr müsst ihr der Lage sein VRR mit einer modernen Console testen zu können.

    Sonst ist der Test absolut unvollständig.

    Antworten
    • Nein, das ist vielleicht wünschenswert, aber unrealistisch. Wir testen den Monitor als Desktop-Gerät. Nur weil es eventuell den einen oder anderen interessiert, kann sich nicht jeder Redakteur eine Konsole anschaffen, erst recht nicht, wenn er überhaupt kein Konsolenspieler ist! Wenn ein Redakteur eine Konsole hat, dann kann er dies mit aufnehmen.

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