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TESTBERICHT: LG Flatron M2794D Teil 7


Helligkeitsverteilung

Die gemessene Helligkeitsabweichung zum oberen Bildschirmrand liegt bei maximal 11 Prozent, während die entsprechende Abweichung zum unteren Bildschirmrand bei 27 Prozent liegt. Im Durchschnitt sind es gut 8 Prozent.

An 15 Messpunkten wurden die Helligkeitswerte (linkes Bild) und die Farbtemperatur (rechtes Bild) ermittelt.

Das ist unter Berücksichtigung der hohen Abweichung in der unteren linken Ecke nicht mehr befriedigend, allerdings sind die Abweichungen im zentralen Blickfeld deutlich geringer. Die durchschnittliche Abweichung sinkt hier auf rund 6 Prozent. Nach einer Kalibrierung mit einem Zielgamma von 2,2 wird dieser Wert im mittleren Bereich des Panels gehalten. Am oberen Rand steigt das Gamma auf 2,3, während es am unteren Rand auf 2,1 absinkt.

Das Kontrastverhältnis für den M2794D liegt laut LG bei 1.000:1 und soll unter Nutzung der dynamischen Kontrastregelung auf 20.000:1 steigen. Diesen Wert konnten wir im Verlauf des Tests, wie auch schon bei den Implementierungen anderer Hersteller, nicht verifizieren. In der Werkseinstellung erreicht der LG M2794D mit 985:1 fast exakt die Herstellerangabe. Nach erfolgter Kalibrierung auf eine Helligkeit von 140 cd/m² sinkt der Kontrast nur unwesentlich auf immer noch gute 868:1 ab.

In der Standardeinstellung liegt der Kontrastwert bei 100 Prozent und die Helligkeit bei 50 Prozent. In dieser Einstellung sind Tonwerte ab der vierten Stufe sichtbar. Am anderen Ende des Spektrums löst der Monitor noch bis Stufe 250 auf. An diesem Punkt kommt die Helligkeits- und Kontrastreglung ins Spiel. Da der Helligkeitsregler beim LG M2794D nur den Schwarzpegel beeinflussen sollte, erhoffen wir uns bei einer Erhöhung die Sichtbarkeit weiterer, dunkler Tonwerte. Eine leichte Absenkung des Kontrastes senkt den Weißpegel und sollte in diesem Fall weitere helle Tonwerte sichtbar machen. Mit einer Helligkeit von 53 Prozent und einem Kontrast von 95 Prozent sind alle dunklen Tonwerte sichtbar. Helle Tonwerte werden nun immerhin bis zur drittletzten Stufe aufgelöst. Eine Helligkeit von 54 Prozent führt zu einem starken Flimmern bei dunklem Bildschirm, weil das Maximalschwarz nun dunkelgrau wird und die FRC-Schaltung hier unglücklich greift.

Die dynamische Kontrastregelung verbirgt sich hinter der Einstellung "Erweiterter Kontrast" und ist nur über die Videoeingänge nutzbar. Die Implementierung ist leider sehr aggressiv geraten. Sichtbares Helligkeitspumpen schmälert schon in der niedrigen Einstellung den Nutzwert. Zusätzlich stört die ständige Verschiebung von Schwarz- und Weißpegel. Man sollte daher auf diese Funktion verzichten, das Kontrastverhältnis ist auch ohne dynamischen Eingriff der Monitorelektronik hoch genug.

Die Differenzierung heller und dunkler Graustufen wurde mittels entsprechender Testbilder überprüft.

Bei 100 Prozent Backlight-Helligkeit messen wir eine Leuchtdichte von 443 cd/m². Damit wird die Werksangabe von 400 cd/m² noch übertroffen. Allerdings sind solche hohen Werte in normalen Arbeitsumgebungen nicht nötig. Der Schwarzpunkt liegt in dieser Einstellung bei 0,49 cd/m².

Die Maximalhelligkeit lässt befürchten, dass die wichtigere Minimalhelligkeit vergleichsweise hoch liegen wird. Tatsächlich erreichen wir mit Bordmitteln einen Wert von ziemlich exakt 140 cd/m². Das ist in den meisten Fällen ausreichend, für dunkle Umgebungen aber noch zu hoch.

Mit einer Absenkung des Kontrastes kann man die Helligkeit durch Verringerung des Weißpegels noch etwas verringern, handelt sich aber ein dementsprechend "schmutziges" Weiß ein.

Der Helligkeitsregler beeinflusst unter 50 Prozent auch den Weißpegel. Bei einer Helligkeit von 0 Prozent (Backlight-Helligkeit ebenfalls bei 0 Prozent) liegt die maximale Leuchtdichte bei 77 cd/m². Allerdings sind Schwarz- und Weißpegel dann total verzogen und eine sinnvolle Nutzung des Bildschirms nicht mehr möglich.

Blickwinkel

Der maximale Blickwinkel des LG M2794D beträgt laut Hersteller 170 Grad in der Horizontalen und 160 Grad in der Vertikalen. Die Angaben beruhen auf einem Restkontrast von 10:1. Leider erweisen sich diese Werte bei TN-Panels in der Realität meist als völlig überzogen und sind somit nur sehr bedingt aussagekräftig.

Wichtiger als die Blickwinkelangabe unter Einbeziehung des Restkontrastes, ist die tatsächliche subjektive Blickwinkelstabilität ohne sichtbare Farbverfälschungen, Negativeffekte oder einer sichtbaren Helligkeitsreduzierung. Was nützt ein rechnerischer 170 Grad Blickwinkel bei 10:1 Restkontrast, wenn das Bild bei seitlicher Betrachtung eine deutliche Einfärbung ins bräunliche aufweist?

Blickwinkel des LG M2794D.

Das TN-Panel des LG M2794D kann das Rad nicht neu erfinden, liefert aber exakt die erwarteten Ergebnisse. In der Horizontalen ist die Blickwinkelstabilität groß genug, um im entsprechenden Abstand auch mehreren Zuschauern ein Bild mit nur geringen Farbverfälschungen präsentieren zu können.

In der Vertikalen sind die Einschränkungen deutlich größer, besonders was Abweichungen nach unten betrifft. Irgendwann schlagen die Farben hier dann ins Negative um. Schon vorher treten sichtbare Sättigungs- und Kontrastverluste auf.

Mit einer Größe von 27 Zoll überschreitet man im üblichen Arbeitsabstand (40 bis 60 cm), zumindest beim derzeitigen Entwicklungsstand dieser Paneltechnologie, bereits eine kritische Grenze. So lassen sich Farbverfälschungen trotz optimalem Sichtwinkel nicht vollständig vermeiden. Der LG M2794D kann gerade noch eine befriedigende Bewertung beim Blickwinkel erreichen.

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