Test ASUS PA32UCX-K – 4K-Monitor mit Helligkeitsrekord
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Stromverbrauch

Die Stromversorgung ist beim ASUS PA32UCX direkt im Gehäuse untergebracht. Ein dedizierter Netzschalter ist vorhanden und kann auch vor dem Display sitzend noch gut ohne Sichtkontakt erreicht werden.

Hersteller Gemessen Gemessene Maximalhelligkeit
Betrieb maximal 116,5 W 656 cd/m²
Betrieb max. bei HDR-HLG 221 W 1534 cd/m²
Betrieb typisch 58,67 W
140 cd/m² k. A. 53,12 W
Betrieb minimal k. A. 39,9 W
Energiesparmodus (Standby) < 0,5 W 0 W
Ausgeschaltet (Soft-off) < 0,5 W 0 W
Ausgeschaltet (Netzschalter) 0 W 0 W

* Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

ASUS nennt im Datenblatt einen typischen Verbrauch von 58,67 Watt, der etwas über den von uns gemessenen 53,12 Watt bei einer Helligkeit von 140 cd/m² liegt. Der Maximalverbrauch liegt im Nicht-HDR-Betrieb mit 116,5 Watt praktisch doppelt so hoch. Im HDR-Betrieb legen die Helligkeit wie auch der Stromverbrauch noch einmal gehörig zu. Unabhängig davon, ob das „Local Dimming“ aktiviert ist oder nicht, messen wir 221 Watt – ein Rekordwert.

Das gilt allerdings auch für die gemessene Maximalhelligkeit, die wir hier schon mal vorwegnehmen. Im Nicht-HDR-Betrieb messen wir 656 cd/m² und im HDR-Betrieb sage und schreibe 1534 cd/m².

Rekordverdächtig ist auch der Standby-Verbrauch, allerdings in positivem Sinn. Unser empfindliches Messgerät zeigt schlicht nur noch 0 Watt an. Die Betätigung der Soft-off-Taste kann man sich also getrost sparen. Besser wird es auch hier nicht. Nach Betätigen der Taste verweigerte unser Testgerät reproduzierbar und über einen längeren Zeitraum das Wiedereinschalten – möglicherweise ein Einzelfall.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz zeigt das Messgerät 53,12 Watt an, die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu 0,5 cd/W. Der ASUS PA32UCX ist im Betrieb in jedem Fall ein Stromfresser.

Anschlüsse

Über mangelnde Anschlussmöglichkeiten kann man sich beim PA32UCX wahrlich nicht beklagen: dreimal HDMI (2.0b), einmal DisplayPort (1.2), zweimal Thunderbolt 3 USB-C (1 x in, 1 x out) und ein USB-3.0-Hub (3 x Downstream, Typ A).

Anschlüsse des ASUS PA32UCX-K
Anschlüsse

Thunderbolt 3 ermöglicht Datenübertragungsraten von bis zu 40 Gbit/s, und die USB-C-Technologie mit integrierter Stromversorgung liefert bis zu 60 Watt Leistung für externe Geräte – und zwar gleichzeitig. Entsprechende Notebooks brauchen damit nur noch eine Kabelverbindung zum Monitor und können von diesem gleichzeitig auch mit Strom versorgt werden.

Negativ aufgefallen ist aber der enge Zugang zu den Anschlüssen. Selbst bei schlanken Fingern und auf der Vorderseite liegendem Monitor kann es schwierig werden, ein DisplayPort-Kabel wieder abzuziehen, da man kaum noch herankommt, um den Verriegelungsknopf zu drücken. Beim beiliegenden DP-Kabel hat ASUS die an sich sinnvolle Verriegelung daher weggelassen.

Wer ständig wechselnde Signalquellen an das Gerät anschließen will, braucht beim ASUS PA32UCX viel Geduld. Bei einer dauerhaften Installation ist die Lösung mit der Abdeckplatte optisch dagegen sehr elegant.

Bedienung

Die Bedienung des ASUS PA32UCX erfolgt über angenehm große Drucktasten und einen Mini-Joystick auf der Rückseite. Die Position der Tasten ist am Rahmen vorn zwar nicht zu erkennen, aber nach kurzer Eingewöhnung auch so schnell zu finden. Die sechs Tasten dienen dem Schnellzugriff auf wichtige Funktionen und zum Ein- bzw. Ausschalten. Die Navigation durch das Menü erfolgt mit dem Mini-Joystick.

Wer mit den Direkttasten arbeitet, muss aber auch ziemlich aufpassen. Allzu leicht erwischt man versehentlich die Soft-off-Taste und schaltet das Gerät aus statt um. Ärgerlich ist das vor allem dann, wenn sich es sich danach wie oben geschildert nicht wieder einschalten lässt.

Die Haptik und das Geräusch beim Bedienen des Modells mögen zwar vielleicht nicht ganz so hochwertig wirken wie der Rest des Gerätes, der ansonsten sehr guten Bedienbarkeit tut das aber keinen Abbruch. Das bewährte Joystick-Konzept von ASUS ist ausgesprochen intuitiv und die verwendete Logik durchgängig.

Tasten und Bedienung des ASUS PA32UCX-K
Tasten und Bedienung

OSD

Die Optik des OSDs wirkt mittlerweile insgesamt etwas angestaubt und wurde auch nach 3,5 Jahren (siehe Kritik im Testbericht des PA329Q ) immer noch nicht an die 4K-Auflösung angepasst. Übersetzungsfehler ziehen sich seit vielen Jahren und Gerätegenerationen konstant gleichbleibend durch. Dabei wäre es so einfach und praktisch kostenlos möglich, derartige Fehler einmal zu korrigieren.

Inhaltlich ist aber alles gut strukturiert und auf neun selbsterklärende Hauptebenen verteilt. Auch der Funktionsumfang ist professionell und lässt kaum Wünsche offen. Beispielsweise können Farbtemperatur und Gamma als konkrete Zahlenwerte eingestellt werden. Farbton und Sättigung lassen sich mit einem Sechs-Achsen-Regler anpassen.

Auch eine zuschaltbare Option zur Verbesserung der Homogenität (Gleichförmigkeitskompensation) ist vorhanden. Was dagegen fehlt, ist eine Möglichkeit zur Auswahl des Farbraums. Dafür sind aber die von ASUS „Splendid“ getauften Bildmodi recht umfangreich und beinhalten Presets für sRGB, Adobe RGB, Rec. 2020 und DCI-P3.

OSD: Bildmodi (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: Bildmodi (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: Blaulichtfilter (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: Blaulichtfilter (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: Bildeinstellungen (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: Bildeinstellungen (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: Erweiterte Bildeinstellungen (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: Erweiterte Bildeinstellungen (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: Sound-Einstellungen (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: Sound-Einstellungen (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: PiP-/PbP-Einstellungen (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: PiP-/PbP-Einstellungen (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: Eingangswahl (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: Eingangswahl (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: System-Einstellungen (Screenshot Handbuch ASUS)
OSD: System-Einstellungen (Screenshot Handbuch ASUS)

Bildqualität

Sowohl Panel-Rahmen als auch die Oberfläche des Panels sind matt und sehr gut entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugen nur schwache Reflexionen auf dem Bildschirm.

Beim Reset (Werkseinstellungen) stellt der Monitor folgende Werte ein:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 50
Kontrast: 80
Gamma: 2,2
Farbtemperatur: 6500 K
RGB: 50/50/50
Color-Gamut: k. A.
DUE Priority: GL aus
Schärfe: 0
Reaktionszeit: 60

Das „Dynamic Dimming“ steht ab Werk auf „Medium“. Für unsere Tests zur Bildqualität haben wir es – sofern nicht anders erwähnt – abgeschaltet.

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

7 KOMMENTARE

  1. Hat dieser Monitor auch das Problem, das die Farbe abweicht nach dem einschalten?
    Der lezte Asus den ihr getestet habt, musste ja sogar nach 24 Stunden wieder neu kalibriert werden…

  2. Er wird wohl den Nachfolger (PA32UCG) gemeint haben; dieser bietet neben HDR-1400 Spezifizierung auch 120Hz.
    -> werden Sie diesen ebenfalls testen? Soll Q1/2020 rauskommen…
    LG

  3. Is an i/o capture device required to use this monitor as an HDR reference monitor in Final Cut Pro X (2017 iMac, 27” TB3)?
    Ist ein E / A-Aufnahmegerät erforderlich, um diesen Monitor als HDR-Referenzmonitor in Final Cut Pro X (2017 iMac, 27 ”TB3) zu verwenden?

    • We have not mentioned anywhere that the monitor would be suitable for HDR reference purposes. Since you have to spend a little more and grab the EIZO CG3145 ColorEdge (about 40.000 EUR). Capture and editing are two pairs of boots. Why do you think that an i/o capture device makes a difference for editing?

      • Thank you for the outstanding review, Manuel! Regarding editing HDR video in Final Cut Pro, I spoke with both Asus technical support and Blackmagic Design and they both assured me that I will need something like the Blackmagic UltraStudio 4K Mini to send HDR over to the Asus monitor from my Mac. Apple’s white paper also says a third-party device is needed to connect an external monitor for HDR color grading. The one exception is their Display XDR Monitor, which can be connected directly through TB3 to their new Mac Pro.

  4. Lüfter = K.O. Kriterium. Und bei solchen Highend Spezifikationen auf so ein schwaches / billiges (in mehrerer Hinsicht) Kühlsystem zu setzen ist dumm und frech zugleich.

    Sehr, sehr schade. Ich hatte vor mir diesen Monitor trotz des vermutlich exorbitanten Preises (Gerüchten zu folge ~5.000€) zu holen. Einfach weil er HDR1000, 4k und 120hz schafft und damit der erster Monitor ist und ich lange auf einen solchen gewartet habe. Aber dann warte ich eben noch länger.

    • Wer auf eine ruhige Arbeitsumgebung wert legt, wird mit dem Gerät sicher nicht glücklich. Ob die Helligkeitsrekorde auch ohne Lüfter technisch machbar wären, lässt sich schwer sagen. Ein temperatur-gesteuertes Abschalten des Lüfters im normalen Desktop-Betrieb wäre aber sicher eine gute Idee gewesen.

      120Hz? Davon ist uns nichts bekannt. Das ist kein Gaming-Monitor.

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