Test ASUS PA32UCX-K – 4K-Monitor mit Helligkeitsrekord
8/9

7
33880

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, dabei entstehen minimal kurze Unterbrechungen im Lichtstrom. Trotz einer Welligkeit beim gepulsten Backlight (wellige Hüllkurve) waren Flackerstörungen im gesamten regelbaren Helligkeitsbereich subjektiv nicht erkennbar.

Daigramm: LED-Backlight mit PWM
LED-Backlight mit PWM

Sound

Tonsignale verarbeitet der PA32UCX an den HDMI-, DP- und Thunderbolt-Eingängen. Die Wiedergabe ist am Kopfhörerausgang oder über die eingebauten Lautsprecher möglich. Die zwei 3 Watt starken Stereo-RMS-Lautsprecher sind durchaus eine nette Dreingabe für Systemklänge und YouTube-Videos. Der Klang ist ordentlich, solange man hinsichtlich des Volumens keine zu große Erwartungshaltung hat.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des PA32UCX angeschlossen werden, der Ton wird an die integrierten Lautsprecher oder an den Kopfhörerausgang weitergeleitet. Beim Anschluss eines PCs klappt die Tonausgabe auch via DisplayPort einwandfrei.

Standard-Video-Wiedergabe

Für den Videotest haben wir die Gleichförmigkeitskompensation zugunsten eines maximalen Kontrastes deaktiviert und das dynamische Dimmen zunächst eingeschaltet. Für die Farbwiedergabe hat man die Auswahl aus zahlreichen Presets („Splendid“). Wer eine normgerechte Wiedergabe wünscht, wählt den Rec.-709-Modus. Aus unserer subjektiven Sicht stellen aber die kräftigeren Farben in DCI-P3 oder auch Adobe RGB bei den meisten Spielfilmen/Spielen einen deutlichen Mehrwert dar. Lediglich der native Farbraum des PA32UCX ist so groß, dass die Farben überzogen wirken.

Die Vorteile, aber auch Nebenwirkungen der Local-Dimming-Option haben wir bereits recht ausführlich bei den Tests zum ASUS PA32UC sowie ASUS PG27UQ beschrieben und das Nachleuchten auch im Video gezeigt. Der PA32UCX geht hier aber einen gehörigen Schritt weiter, nämlich von einer 384- auf eine 1152-Zonen-Matrix. Die Erhöhung der Dimming-Zonen um den Faktor 3 bedeutet gleichzeitig eine Reduktion der Kantenlänge dieser Zonen auf ca. 58 %.

Der Unterschied ist im Mauszeiger-Test am schwarzen Bildschirm auch gut zu sehen. Eine einzelne Zone macht jetzt nur noch ca. 1,5 cm² aus. Sobald man aber den Zeiger an den Rand der Zone bewegt, leuchten mehrere Zonen nach, sodass der Aufhellungsbereich auch ca. 4 cm² groß werden kann. Das „Local Dimming“ kann über einen entsprechenden Regler im OSD angepasst werden. Es gibt die Stellungen „Aus“, „Ansteigend“, „Mittel“ und „Schnell“.

Im Vergleich zum ASUS PG27UQ scheint sich die Wirkungsweise dieses Reglers aber geändert zu haben. In der höchsten Stufe konnten wir beim PG27UQ praktisch gar kein Nachleuchten mehr wahrnehmen. Beim PA32UCX ist das dagegen immer der Fall. Hier wird ferner die Helligkeit des Mauszeigers reduziert, während er schnell bewegt wird. Erst wenn er zur Ruhe kommt, erreicht er wieder die Ausgangshelligkeit. Den Korona-Effekt sieht man dagegen auch während der Bewegung.

Anders formuliert: Die volle Kontrastwirkung des „Local Dimming“ konnten wir nur in statischen Bildern feststellen. Bei schnellen Bewegungen ist er dagegen reduziert und dafür ein unerwünschter Korona-Effekt zu sehen. Gut zu erkennen ist letztgenannter aber nur bei höheren Helligkeitseinstellungen, zum Beispiel der Werkseinstellung von 50. Bei unserer Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² sieht man ihn auch bei abgedunkeltem Raum kaum – die Helligkeitsreduktion des Mauszeigers dafür sehr deutlich.

Der Mauszeiger-Test ist natürlich eine eher künstliche Situation, lässt aber Rückschlüsse darauf zu, bei welchen Bildinhalten man vom „Local Dimming“ profitiert und wann eventuell unerwünschte Effekte wahrzunehmen sind.

Auch hier haben wir den direkten Vergleich gemacht und den auf Videobearbeitung optimierten PA32UCX mit 4K-Auflösung unserem eher auf die Fotobearbeitung ausgerichteten Referenzgerät (EIZO CG2730) gegenübergestellt. Beide Modelle haben wir dazu auf die gleichen Zielwerte kalibriert.

Dadurch wirkt die Wiedergabe unseres 1080p-Testvideos auf dem „nur“ WQHD-EIZO sogar schärfer als auf dem 4K-ASUS. Schärfe ist letztlich immer eine wahrnehmungsbedingte Angelegenheit, und dazu trägt nicht nur die Auflösung, sondern auch der Im-Bild-Kontrast ganz maßgeblich bei. Die Videowiedergabe des PA32UCX würden wir als guten Durchschnitt einschätzen.

Laut Handbuch unterstützt der Proband sowohl in der 4K- als auch in der Full-HD-Auflösung die 24p-Wiedergabe.

Mit „MotionSync“ bietet das OSD noch eine weitere Option für die Videowiedergabe an. Mit dieser Bewegungssynchronisierung kann die Anzeige als Darstellung mit hoher Bildfrequenz zur Erzeugung verschiedener Hintergrundbeleuchtungsfrequenzen simuliert werden. Dass dies nicht nur die gewünschten Auswirkungen hat, haben wir bereits am Schluss unserer Messungen zur Bildqualität erwähnt. Im Falle des PA32UCX konnten wir umgekehrt auch keine Reduktion der Mikroruckler bei langsamen Kameraschwenks feststellen. Bei Spielen und Actionfilmen kann man damit experimentieren, ob das Ergebnis einem besser gefällt.

7 KOMMENTARE

  1. Hat dieser Monitor auch das Problem, das die Farbe abweicht nach dem einschalten?
    Der lezte Asus den ihr getestet habt, musste ja sogar nach 24 Stunden wieder neu kalibriert werden…

  2. Er wird wohl den Nachfolger (PA32UCG) gemeint haben; dieser bietet neben HDR-1400 Spezifizierung auch 120Hz.
    -> werden Sie diesen ebenfalls testen? Soll Q1/2020 rauskommen…
    LG

  3. Is an i/o capture device required to use this monitor as an HDR reference monitor in Final Cut Pro X (2017 iMac, 27” TB3)?
    Ist ein E / A-Aufnahmegerät erforderlich, um diesen Monitor als HDR-Referenzmonitor in Final Cut Pro X (2017 iMac, 27 ”TB3) zu verwenden?

    • We have not mentioned anywhere that the monitor would be suitable for HDR reference purposes. Since you have to spend a little more and grab the EIZO CG3145 ColorEdge (about 40.000 EUR). Capture and editing are two pairs of boots. Why do you think that an i/o capture device makes a difference for editing?

      • Thank you for the outstanding review, Manuel! Regarding editing HDR video in Final Cut Pro, I spoke with both Asus technical support and Blackmagic Design and they both assured me that I will need something like the Blackmagic UltraStudio 4K Mini to send HDR over to the Asus monitor from my Mac. Apple’s white paper also says a third-party device is needed to connect an external monitor for HDR color grading. The one exception is their Display XDR Monitor, which can be connected directly through TB3 to their new Mac Pro.

  4. Lüfter = K.O. Kriterium. Und bei solchen Highend Spezifikationen auf so ein schwaches / billiges (in mehrerer Hinsicht) Kühlsystem zu setzen ist dumm und frech zugleich.

    Sehr, sehr schade. Ich hatte vor mir diesen Monitor trotz des vermutlich exorbitanten Preises (Gerüchten zu folge ~5.000€) zu holen. Einfach weil er HDR1000, 4k und 120hz schafft und damit der erster Monitor ist und ich lange auf einen solchen gewartet habe. Aber dann warte ich eben noch länger.

    • Wer auf eine ruhige Arbeitsumgebung wert legt, wird mit dem Gerät sicher nicht glücklich. Ob die Helligkeitsrekorde auch ohne Lüfter technisch machbar wären, lässt sich schwer sagen. Ein temperatur-gesteuertes Abschalten des Lüfters im normalen Desktop-Betrieb wäre aber sicher eine gute Idee gewesen.

      120Hz? Davon ist uns nichts bekannt. Das ist kein Gaming-Monitor.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!