Test Monitor LG Flatron W2420R
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Stromverbrauch

Gegenüber „herkömmlichen“ Bildschirmen mit CCFL-Hintergrundbeleuchtung erhoffen wir uns durch die zum Einsatz kommenden RGB-LEDs eine im direkten Vergleich niedrigere Leistungsaufnahme. Mit ermittelten maximal 57 Watt, erreicht der LG W2420R ein gutes Ergebnis. Auch der HP LP2480zx wird damit noch leicht unterboten. Eine USB-Verbindung zum Rechner hat keine Auswirkungen auf die Leistungsaufnahme.

Hersteller Gemessen
64 W 57,3 W
k.A 43,7 W
k.A. 26,2 W
< 2 W 1,3 W
k.A. 1,3 W
< 1 W 0,0 W
k.A. 0,0 W

Anschlüsse

Senkrecht an der Gehäuserückseite befinden sich die Signaleingänge des LG W2420R. Im Gegensatz zum HP LP2480zx beschränkt sich LG hier auf zwei DVI- und einen HDMI-Eingang. Ein DVI-Eingang ist dabei als DVI-I ausgeführt und nimmt damit auch analoge RGBHV-Signale entgegen. Weitere Signaleingänge, insbesondere auch der inzwischen immer häufiger anzutreffende DisplayPort-Anschluss, fehlen leider. Die Kaltgerätebuchse wurde ebenfalls im rückwärtigen Bereich positioniert.

Lg Flatron W2420r Monitor Lg W2420r Anschluesse
Die Signaleingänge des LG W2420R

Ein USB-Ausgang verbindet die insgesamt vier USB-Eingänge (je zwei seitlich und im Bereich der Signaleingänge) mit dem Rechner. An der Seite befindet sich auch ein Kopfhörerausgang.

Bedienung

Licht und Schatten offenbarten sich in Bezug auf die Bedienelemente des LG W2420R. Während die Integration der Sensortasten optisch durchaus gelungen ist (indem eben keine Tasten im eigentlichen Sinn vorhanden sind), gilt das im Umkehrschluss leider nicht für ihre Bedienung. Zumindest für unser Testmodell brauchte es schon eine gehörige Portion Geduld, um das schlechte Ansprechverhalten zu tolerieren. Insbesondere die Auswahltaste für die Bildmodi verweigerte immer mal wieder ihren Dienst.

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Die Sensortasten zur Menüsteuerung sind im ausgeschalteten Zustand nicht auszumachen.

Die „MENU“-Taste öffnet und schließt das OSD. Befindet man sich in einer Auswahl, springt man mit dieser Taste wieder in das Hauptmenü zurück. Mit den beiden angrenzenden „VOLUME“- und „SOURCE“-Tasten kann ein ausgewählter Wert verändert oder durch die Hauptmenüpunkte navigiert werden. Die Navigation innerhalb eines ausgewählten Menüpunktes erfolgt nicht über diese Tasten, sondern über die rechts danebenliegende „AUTO/SET“-Taste (in Form eines zyklischen Durchlaufs), mit der auch die eigentliche Auswahl für einen Hauptmenüpunkt getroffen wird. Diese Benutzerführung ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, geht aber bald schnell von der Hand.

Mit der „MODE“-Taste werden die verschiedenen Bildmodi des LG W2420R aufgerufen. Bei Zuspielung per DVI stehen „SPEZIAL“, „sRGB“, „ADOBE RGB“, „KALIBRIERUNG“ und „EMULATION“ zur Verfügung.

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Die Bildmodi des LG W2420R.

Die beiden letzten Optionen werden nur im Rahmen der Hardwarekalibrierung genutzt und stehen nicht per HDMI zur Verfügung. Damit ist bereits jetzt klar, dass eine Hardwarekalibrierung per HDMI nicht möglich ist. Der „SPEZIAL“-Modus entspricht der Standardeinstellung ohne Farbraum-Korrekturen durch die Elektronik. In den beiden Modi „sRGB“ und „ADOBE RGB“ soll der Farbraum nach außen hin geeignet eingeschränkt werden. Bei der Zuspielung in YCbCr stehen die farbraumbegrenzenden Bildmodi nicht zur Verfügung.

OSD

Das OSD ist übersichtlich, enthält aber im Vergleich zum HP LP2480zx alle wichtigen Optionen, um den Bildschirm auch abseits einer Hardwarekalibrierung uneingeschränkt sinnvoll betreiben zu können. Es gliedert sich in vier Hauptmenüpunkte.

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PICTURE

Über diesen Menüpunkt können Backlight-Helligkeit und Kontrast verändert werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Gradation über einen Gamma-Regler anzupassen (Einstellungsbereich: 1,8 bis 2,6). Die Eingriffsmöglichkeiten werden bei Zuspielung per HDMI durch einen „BLACK LEVEL“-Regler komplettiert, mit dem der Schwarzpegel angepasst werden kann (entspricht dem „klassischem“ Helligkeitsregler bei vielen LCD-TVs).

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COLOR

Der zweite Menüpunkt enthält in erster Linie Einstellmöglichkeiten für den Weißpunkt. Neben diversen Presets kann in einer benutzerdefinierten Einstellungen auf drei RGB-Gain-Regler zur exakten Einstellung zurückgegriffen werden. Die Sechs-Achsen-Farbkontrolle verspricht eine unabhängige Veränderung von Farbton und Sättigung der Primär- und Sekundärfarben. Darüber hinaus wurden auch ein globaler Sättigungs- und Farbtonregler implementiert.

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TRACKING

Die obligatorischen Feineinstellungen für ein analoges RGBHV-Signal wurden unter diesem Menüpunkt zusammengefasst. Das Bild kann auch horizontal und vertikal verschoben werden. Interessant ist noch der Schärferegler, der auch bei digitalem Signal und in nativer Auflösung die Bildschärfe beeinflusst.

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SETUP

Der letzte Menüpunkt umfasst diverse Funktionen. Wichtig ist sicherlich die Steuerung des Interpolationsverhaltens. Neben einer Skalierung auf die ganze Panelfläche („FULL“), sind eine seitengerechte Skalierung („ORIGINAL“) und pixelgenaue Anzeige („1:1“) möglich. Die Menüsprache kann ebenso festgelegt werden, wie die Position des OSD auf dem Bildschirm. Hinter der Auswahl „RTC“ versteckt sich die Möglichkeit zur Steuerung der Overdrive-Schaltung. Die Rücksetzung in den Werkszustand erfolgt ohne Sicherheitsabfrage, löscht aber nicht die im Rahmen der Hardwarekalibrierung getroffenen Änderungen in der Bildschirm-LUT.

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Screenmanager

Dem LG W2420R liegt keine Screenmanager-Software bei. Dies ist aufgrund der Hardwarekalibrierung über „True Color Finder“ kein Komfortverlust.

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