LG 34UC89G-B im Test – 21:9 Gaming-Monitor
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Farbmetrische Tests

Farbraumvergleich in Lab (D50)

Die folgenden Darstellungen basieren auf den farbmetrischen Daten nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt. Das Bezugsweiß für die Aufbereitung in Lab ist D50 (adaptiert mit Bradford).

Weißes Volumen: Bildschirmfarbraum
Schwarzes Volumen: Referenzfarbraum
Buntes Volumen: Schnittmenge
Vergleichsziele: sRGB

sRGB: 98 % Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums des LG 34UC89G-B
Abdeckung des sRGB-Farbraums des LG 34UC89G-B
Abdeckung des sRGB-Farbraums des LG 34UC89G-B
Abdeckung des sRGB-Farbraums des LG 34UC89G-B

Dem Datenblatt des LG 34UC89G-B entnehmen wir, dass der Monitor den sRGB-Farbraum mit über 99 % abdecken soll. Unsere Messungen bescheinigen ihm eine Abdeckung von 98 %.

Messungen vor Kalibration und Profilierung

Dynamische Optionen werden, sofern möglich, vor den nachfolgenden Tests deaktiviert.

Spieler-1-Bildmodus (Werkseinstellung)

Die werkseitige Darstellung der Graubalance gelingt dem LG 34UC89G-B befriedigend. Durchschnittlich liegt das Delta C der Grauwerte bei 1,97 und die Range bei hohen 3,92 Delta C. Leider verhindert die hohe Range ein insgesamt befriedigendes Ergebnis. Rein subjektiv sind die Grauwerte und die Bilddarstellung aber nicht zu beanstanden.

Grafik zur Graubalance in der Werkseinstellung
Graubalance in der Werkseinstellung

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Spieler-1-Bildmodus im Vergleich mit sRGB

Da dem LG 34UC89G-B ein sRGB-Bildmodus fehlt und auch sonst kein Bildmodus vorhanden ist, bei dem es Sinn hätte, diesen zu vermessen, haben wir den Spieler-1-Modus verwendet, da mit diesem Bildmodus auch die RGB-Regler verfügbar sind. Erwartungsgemäß ändert sich das Ergebnis nicht. Obwohl die Graubalance und Farbwerte befriedigend sind, zieht auch hier die Range das Ergebnis um eine Note nach unten. Der Gammawert verläuft nicht ganz normgerecht und fällt bei hohen Helligkeiten ab.

Grafik zur Farbwiedergabe in der Werkseinstellung
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt. Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Die Profilvalidierung zeigt, dass keine Nichtlinearitäten vorliegen und das Matrix-Profil den Zustand des LG 34UC89G-B sehr exakt beschreibt.

Grafik zur Validierung der Monitorkalibration
Validierung der Monitorkalibration

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Grafik zum sRGB-kalibrierten Monitor
Monitor sRGB-kalibriert

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Das ganze Potenzial des LG 34UC89G-B zeigt er nach einer Kalibrierung. Der 34 Zoll Monitor verpasst nur ganz knapp ein sehr gutes Gesamtergebnis. Bei den Farbwerten messen wir einen Durchschnittswert von ausgezeichneten 0,44 Delta E. Das durchschnittliche Delta C der Grauwerte wurde auf sehr gute 0,46 reduziert, die Range beträgt nun nur noch 1,49 Delta C. Leider verhindert die Range auch hier eine insgesamt sehr gute Wertung, aber das ist zu verschmerzen. Möchte man den LG 34UC89G-B auch für die EBV verwenden, und sei es nur für die Hobbyfotografie, lohnt es sich wirklich, den Monitor zu kalibrieren.

Mit unserem Testgerät haben wir dieses Ergebnis mit folgenden Einstellungen erzielt:
Helligkeit 30, Rot 50, Grün 47, Blau 49, Gamma „Modus 2“, Kontrast 70, Farbtemperatur „Benutzer“.

Interpolation

Für die korrekte Darstellung von Auflösungen abseits der nativen Auflösung bedarf es passender Einstellungen am Monitor, damit auch eine 4:3- oder im Falle des LG 34UC89G-B mit seinem überbreiten 21:9-Bildformat auch eine 16:9-Auflösung korrekt und unverzerrt zur Anzeige gebracht wird.

Im OSD des LG 34UC89G-B findet sich im Menü „Eingang“ die Einstellung „Seitenverhältnis“. Hier werden drei Optionen angeboten: „Vollbild“, „Original“ und „1:1“. Worin der Unterschied zwischen „Original“ und „1:1“ besteht, haben wir nicht eruieren können, da jede nicht native Auflösung, egal welche Einstellung gewählt wurde, immer gleich angezeigt wurde. Und zwar mit korrektem Seitenverhältnis auf Panel-Höhe skaliert, aber nicht 1:1. Lediglich die Auflösung 1920 x 1080 wird vom LG 34UC89G-B pixelgenau, also 1:1 dargestellt. Unschön ist außerdem, dass nur am PC eine Vollbildwiedergabe von Filmen möglich ist. Mittels OSD lassen sich die schwarzen Balken nicht entfernen. Es fehlt die dafür notwendige Einstellung. Die Option „Vollbild“ streckt die Anzeige lediglich auf Panel-Breite, schneidet aber nicht die schwarzen Balken ab.

Wirklich schade, denn LG verfügt über eine hervorragende Video-Option, die genau die Vollbildwiedergabe von Filmen auf einem 21:9 Display ermöglicht. Leider wurde dieser Modus nicht in das OSD integriert.

Über einen Schärferegler verfügt der LG 34UC89G-B nicht. Somit können interpolierte Auflösungen nicht nachgeschärft werden. Dennoch ist die reine Darstellung interpolierter Schrift und auch unserer Testgrafik als gut zu werten.

Grafik zur Native Auflösung des LG 34UC89G-B (2560 x 1080 Pixel)
Native Auflösung des LG 34UC89G-B (2560 x 1080 Pixel)
Grafik zur Darstellung von Schrift bei nativer Auflösung
Darstellung von Schrift bei nativer Auflösung
Grafik zur Interpolierte HD Auflösung (1280 x 720 Pixel)
Interpolierte HD Auflösung (1280 x 720 Pixel)
Grafik zur Darstellung von Schrift bei HD-Auflösung
Darstellung von Schrift bei HD-Auflösung

Reaktionsverhalten

Den LG 34UC89G-B haben wir in der nativen Auflösung bei 60 Hz und 144 Hz am DisplayPort-Anschluss untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert Color to Color (CtC) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen monochromatischen Helligkeitssprüngen hinaus, schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren.

Im Datenblatt des LG 34UC89G-B nennt der Hersteller eine Reaktionszeit von 5 ms für einen Grau-zu-Grau-Wechsel (GtG), verknüpft diesen Wert allerdings mit der Bedingung, dass die Reaktionszeit auf „Schnell“ eingestellt ist. Der Monitor bietet vier Overdrive-Einstellungen (im OSD als „Reaktionszeit“ betitelt): „Aus“, „Langsam“, „Normal“ und „Schnell“. In der Werkseinstellung ist die Option „Normal“ aktiviert.

Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

13 KOMMENTARE

  1. Hallo Damian,

    da ich mit der Ausleuchtung (bei 50%) meines Acer Z301C unzufrieden bin, grade dann wenn es absolut dunkel ist, spiele ich mit dem Gedanken mir den LG 34UC89G-B zuzulegen und wollte noch etwas über die Ausleuchtung und die Farbwiedergabe wissen.
    Auf eurem Testbild, zur Ausleuchtung, waren das die Einstellungen out-of-the-box, sprich Helligkeit 100%/Kontrast 70%? Und wenn ja ist davon auszugehen das sich die „Ausleuchtungsproblematik“ bei niedrigeren Werten (z.B. 50-60% Helligkeit/~50% Kontrast) minimiert?
    Beim Acer Z301C scheint es auch so zu sein, zumindest nach meiner Wahrnehmung, das die Farben in Spielen, ausgehend von der Bildschirmmitte nach außen, „matschiger“ werden. Konntet ihr ein ähnliches Problem beim LG 34UC89G-B feststellen?
    Diese Kombination aus „matschigen Farben“ und hellem Rand machen Spiele wie Hellblade: Senua’s Sacrifice & The Saboteur ziemlich unansehnlich für meinen Geschmack, würde das der LG 34UC89G-B besser hinkriegen oder würdest du da zu einem gänzlich anderen Monitor raten? Ich besitze zur Zeit eine GTX 1060 6G und von daher ist an QHD nicht zu denken.

    Vielen Dank im Voraus.

    Max

  2. Ich bedanke mich recht herzlich für das Lob Carsten und freue mich dass du mit dem LG zufrieden bist. Ist schon ein sehr cooler Gamingmonitor und dass er nicht so stark gekrümmt ist wie andere Monitore hat mir persönlich ganz besonders gut gefallen 8)

    Danke auch für den Hinweis zur falschen Maßangabe. 13 cm wäre doch etwas sehr krass 😀

    Weiterhin viel Spaß beim lesen unserer Testberichte hier auf Prad.de.

  3. Hallo Freunde,

    ich habe mir den Monitor auch gekauft. Sogar, weil ich hier den Testbericht darüber gelesen hatte.
    Vielen Dank hierfür, Damian! Du konntest mich überzeugen. Das Display ist wirklich eine super Investition. 🙂

    Also, bei mir wacht der Monitor direkt wieder auf. Das stellt kein Problem dar.
    Auch wenn ich den Tiefschlafmodus aktiviert oder deaktiviert habe. Trotzdem erhält er das Wecksignal.
    Isaac, es sieht also wirklich eher nach einem Problemfall der Elektronik oder einem Defekt aus!
    Lasse ihn am besten direkt umtauschen.

    @Damian: Wollte nur noch kurz erwähnen, dass die untere Leiste nicht 13cm, sonder 13mm hoch ist. 🙂
    Da ist ein kleiner Typo in der Beschreibung.

    LG
    Carsten

    • Danke für den Hinweis mit den 13 cm. Da haben vor der Veröffentlichung einige Personen Korrektur gelesen und dennoch rutscht so etwas durch. Schon lustig 😉

    • Hallo Carsten,
      viele Dank für deine Info.
      Die Frage ist aber ob du den Monitor und PC auch an einer abschaltbaren Steckerleiste betreibst bzw. das mal testhalber probieren könntest.
      Das Problem tritt wie gesagt nur dann auf wenn der Monitor stromlos wahr, sobald er einmal das Signal hatte habe ich da auch kein Problem mit dem aufwecken.

  4. Leider steht uns der LG 34UC89G nicht mehr zur Verfügung, daher können wir das nicht mehr testen. Aber vielleicht liest das ja ein Besitzer und möchte es mal ausprobieren und Feedback geben?

    Nur mal so als Frage, warum machst du das überhaupt? Der LG verbraucht im Ruhemodus nur 0,2 Watt, der Verbrauch des PC wenn er ausgeschaltet ist, sollte jetzt auch nicht allzu hoch sein. Da lohnt sich doch der Aufwand gar nicht 🙂

    • Ich mache das weil ich hier nur eine Steckdose zu Verfügung wo dann über eine Mehrfachleiste die ganze Technik dran hängt. Und bei 6-8 Geräten summierte sich der Standby schon erheblich.
      Aber mal sehen vielleicht findet sich noch ein freier Steckplatz für den Dauerbetrieb.

  5. Das habe ich auch schon probiert und er verhält sich genauso.
    Das Problem tritt halt wirklich nur dann auf wenn der PC und der Monitor stromlos wahren und nahezu gleichzeitig eingeschalten werden.
    Hab bei Hardwareluxx auch schon mal einen Thread begonnen…
    https://www.hardwareluxx.de/community/f243/monitor-erkennt-bildsignal-nicht-sofort-1196454.html

    Vielen Dank schon mal. Ich würde halte gerne bevor ich ihn einschicke sicher wissen ob es am Monitor oder meiner „speziellen“ Konstellation liegt.

  6. Um einen Fehler des Monitors auszuschließen, empfehle ich ihn mal direkt an den PC zu hängen, also ganz normal zu betreiben und schauen ob es dann funktioniert. Funktioniert es so, liegt es an deiner Sonderlösung. Funktioniert es auch so nicht, liegt ein technisches Problem des Monitors vor und du solltest ihn tauschen.

    Im Test ist der LG 34UC89G mit einschalten des Computers ebenfalls aktiv geworden und zwar immer. Diesbezüglich ist uns nichts ungewöhnliches aufgefallen.

  7. Hallo,
    vielen Dank erstmal für euren ausführen und detaillierten Testbericht.

    Ich habe mit meinem LG 34UC89G das Problem das der nach dem Einschalten (hängt an einer Schaltbaren Steckdose) das Displayportsignal nicht erkennt und würde mich freuen wenn das jemand nachvollziehen bzw. bestätigen könnte.
    Ich habe zu erst gedacht das es am KVM-Switch liegt aber auch mit einer direkten Displayport Verbindung zum PC ist es so. Habe es bereits mit mehren Displayport-Kabel probiert und auch zwei unterschiedlichen Grafikarten.
    Als Notlösung hilft nur den Monitor aus und wieder ein zuschalten über das OSD oder den Eingang umzuschalten: Displayport –> HDMI –> Displayport dann ist das Bild nach kurzer Zeit da.

      • Hallo Andreas vielen Dank für die Antwort.
        Mit der Einstellung habe ich schon rum gespielt. Das hat damit nichts zu tun. Es geht ja darum das der Bildschirm und PC stromlos sind und zusammen eingeschaltet werder, also Strom bekommen. Bei diesem Vorgang bekommt der Bildschirm nicht mit das ein Signal an liegt. Erst wenn ich wie beschrieben vorgehen klappt es.

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