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TESTBERICHT: Dell U2711 Teil 13


WCG-Displays und Colorimeter

Auch wenn viele Colorimeter offiziell für Displays mit erweitertem Farbraum freigegeben sind, können wir hier inzwischen leider keinen "Freibrief" mehr ausstellen. Die Problematik verstärkt sich bei Geräten mit LED-Hintergrundbeleuchtung, ist aber, allerdings in unterschiedlicher Ausprägung, leider auch bei Bildschirmen mit WCG-CCFL Hintergrundbeleuchtung zu finden.

Auf der sicheren Seite ist man mit einem Spektralfotometer. Für die flexible Nutzung bleibt damit eigentlich nur das EyeOne Pro von X-Rite übrig, das aber preislich deutlich über den gängigen Colorimetern rangiert. Es erreicht zwar nicht das von der fogra geforderte Sample-Intervall von maximal 5nm, allerdings haben wir bislang auch bei Geräten mit RGB-LED Backlight keine Genauigkeitsprobleme feststellen können.

Mit einem fixen Bundle aus Colorimeter und Bildschirm kann der Hersteller grundsätzlich auf dieses Problem reagieren, indem Korrekturen in der Software vorgenommen werden oder möglicherweise gleich das Colorimeter geeignet modifiziert wird. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die Colorimeter keine zu große Streuung in Bezug auf das Referenzgerät, für das die Korrekturen berechnet wurden, aufweisen.

Darüber hinaus versucht Quato, die Auswirkungen in iColor Display über generische Korrekturen für IPS- und VA-Panels zumindest zu mildern.

Die Messung des Weißpunktes im Rahmen der Profilvalidierung durch X-Rite DTP94 und EyeOne Pro illustriert die grundsätzliche Problematik:

  EyeOne Pro DTP94
6532 5840
0,95 1 1,09 1,01 1 1,09

Glücklicherweise erhalten wir mit der generischen "Wide-Gamut S-IPS"-Korrektur in iColor Display, zumindest für den Heimanwender, hinreichend genaue Messwerte. Das wäre also eine für den DELL U2711 durchaus empfehlenswerte Kombination.

Interpolation

Der DELL U2711 verfügt über eine ausgereifte Lösung zur Skalierung. Die geht qualitativ deutlich über einfaches Pointsampling hinaus, das immer noch von einigen Bildschirmen zur Skalierung, ungeachtet des Quellseitenverhältnisses, genutzt wird. Der Trend geht inzwischen aber klar zur Implementierung ausgereifterer Lösungen Bei Zuspielung durch den PC ist man also grundsätzlich nicht darauf angewiesen, die Skalierung von der Grafikkarte übernehmen zu lassen.

Die folgenden Bilder geben einen groben Eindruck über die Qualität der Skalierung wieder. Der Schärferegler stand auf Stufe 50 (Regelungsbereich: 0 bis 100 in 10er Schritten). Dies entspricht der Werkseinstellung. Der Abstand der Kamera zum Bildschirm ist stets identisch und es wird immer seitengerecht auf Vollbild skaliert.

Links Auflösung 2.560 x 1.440 und rechts Auflösung 1.920 x 1.200.

Links Auflösung 1.680 x 1.050 und rechts Auflösung 1.024 x 768.

Um die Skalierung in Spielen zu verdeutlichen, haben wir identische Auflösungen in "Civilization IV – Beyond the Sword" genutzt:

Links Auflösung 2.560 x 1.440 und rechts Auflösung 1.920 x 1.200.

Links Auflösung 1.680 x 1.050 und rechts Auflösung 1.024 x 768.

Bildschärfe

Mit dem Schärferegler kann die Bildschärfe in insgesamt 11 Stufen beeinflusst werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Lösungen, die wir bislang getestet haben, ist dabei selbst die niedrigste Stufe durchaus nutzbar. Ab den mittleren Einstellungen werden leichte Doppelkonturen sichtbar. Die Standardeinstellung von 50 ist für die meisten Anwendungsbereiche gut gewählt. Sie gibt dem Bild genügend "Punch", ohne starke Artefakte zu produzieren. Für grafische Inhalte kann man die Bildschärfe auch darüber hinaus erhöhen.

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